HGS will Partie lange offen halten

Mit Michael Schulz und Peter Walz am Samstag zum Tabellenführer nach Bietigheim

 

Saarlouis. „Wir wollen die Partie so lange wie möglich offen halten und dann sehen, was geht.“. Trotz weiterhin angespannter Personal-Situation und auch angesichts des Traumstarts des Gegners (10:0 Punkte) lassen Jörg Bohrmann und sein Team die Köpfe nicht hängen. Wichtig werde es in Bietigheim sein, so der Coach der Saarländer, das schnelle Umschaltspiel des Gegners durch ein gutes Rückzugsverhalten zu unterbinden und in der Offensive geduldig zu sein. Keine einfache Aufgabe, die da am Samstag (20 Uhr) in der Viadukthalle in Bietigheim auf die dezimierte HGS-Truppe wartet.

„Wir haben keinen Grund Saarlouis zu unterschätzen und werden das auch nicht tun“, sagt Bietigheims Trainer Hartmut Mayerhoffer, der dem Gegner in dieser Saison eine wesentlich stärkere Rolle in der Liga zutraut: „Saarlouis ist sehr ausgeglichen besetzt. Wir müssen auf eine Reihe von Spielern aufpassen.“

Nicht „aufpassen“ muß der Tabellenführer am Samstag aber auf Ibai Meoki. Der spanische Spielmacher der Saarländer wird in dieser Partie noch nicht mitwirken können, arbeitet aber mit dem Physio-Team der HGS hart an seiner Rückkehr. Auch Marcel Engels und Philipp Kessler stehen Jörg Bohrmann nicht zur Verfügung. Beim Abwehrchef der Saarländer gab es aber in dieser Woche durchaus gute Nachrichten: Seine Schulterverletzung scheint doch nicht so schwer zu sein, wie befürchtet. Das haben weitere Untersuchungen ergeben, die aber noch nicht abgeschlossen sind. Möglicherweise wird „Kessi“ doch nicht so lange ausfallen, wie man erwartet hatte. Wieder an Bord ist aber Michael Schulz. Der 2-Meter-Mann hat seinen Infekt weitestgehend auskuriert, konnte zum Ende der Woche wieder mit der Mannschaft trainieren und steht am Samstag im Aufgebot. Auch der Einsatz von „Zehn-Tore-Mann“ Peter Walz (Strecksehnenriss am kleinen Finger) ist sicher: „…das ist nicht so schlimm. Mit Tape kann ich spielen.“

Verletzungen waren zuletzt auch bei Bietigheim Diskussions-Thema: Die Flügelzange der Gastgeber, der Ex-Saarlouiser Andre Lohrbach und Christian Schäfer hatten in Wilhelmshaven pausieren müssen. Während die Entscheidung über den Einsatz von Lohrbach (Zerrung) noch offen ist, rechnet man in Bietigheim bei Schäfer (Knieverletzung) mit einem Ausfall von drei Wochen.