Abstiegs-Entscheidung zwischen Hagen und Saarlouis auf den letzten Spieltag vertagt

Saarlouis. Entscheidung vertagt. Am Ende fehlten Saarlouis vier Sekunden und ein Tor zum Klassenerhalt. Weil  Lukas Ossenkopp den Last-Second-Freiwurf unhaltbar unter die Latte zimmerte endete der Vergleich zwischen den Saarländern und den Handballfreunden aus Springe 27:27 (13:11). Damit fällt die Entscheidung in Sachen Klassenerhalt  erst am letzten Spieltag, wenn Hagen zu Hause gegen Ferndorf antritt und Saarlouis in Nordhorn spielen muss. Mit zwei Punkten Vorsprung und dem um 13 Tore besseren Torverhältnis haben die Saarländer noch einen kleinen Vorteil.

 

1425 lautstarke Fans in der Stadtgartenhalle erlebten einen Kampf-Krimi ohne Happy-End für die Saarländer. Beide Teams kämpften um jeden Zentimeter Hallenboden und bis ganz zum Ende. Obwohl sie wegen des Lizenzentzuges als Absteiger schon feststehen, zeigten die Handballfreunde Einsatz von der ersten bis zur letzten Sekunde. Und die Gäste lagen bis zur 20. Minute (7:10) meist vorne, während man den Jensen-Jungs den Druck anmerkte. Aber die Gastgeber kämpften sich, angetrieben von ihren Fans und mit einem Pat Schulz in Klasse-Form wieder heran, waren beim 11:11 (25.) gleichauf und gingen mit einem Zwei-Tore-Vorsprung (13:11) in die Pause.

 

Nach dem Seitenwechsel baute Saarlouis diesen Vorsprung aus. Beim Dreierpack vom besten HGS-Angreifer Jonas Faulenbach standen die Fans in der Stadtgartenhalle das erste Mal. Beim 17:12 in der 35. Minute nahm Springe-Coach Gorpishin eine Auszeit und richtete seine Jungs wieder auf. Doch die Saarländer verteidigten ihre Vorsprung zunächst. Derweil schlichen sich aber immer wieder Fehler ins Spiel der HGS und Springe nutzte diese Schwäche und der Vorsprung der Gastgeber schmolz so langsam.20:17 (41.), 24:22 (51.) und schließlich 25:25 siebeneinhalb Minuten vor dem Ende. Der Vorsprung war verspielt.

 

Der Sieben-Minuten-Schluss-Krimi hatte es in sich. Die Partie wogte hin und her. 33 Sekunden vor dem Ende brachte Faulenbach seine Farben 27:26 in Front. Noch ein Angriff blieb Springe. Saarlouis verteidigte mit Mann und Maus. Vier Sekunden waren auf der Uhr, als die souverän leitenden Schiedsrichter Behrens/Fasthoff, den Gästen einen letzten Freiwurf zusprachen. Ein Pass, Ossenkopp steigt aus dem Stand beidfüssig, hämmerte das Leder zum 27:27 unter die Latte, und machte damit die Hoffnung der Saarländer auf die entscheidenden zwei Punkte und zur Klassenerhalts-Feier zunichte.

 

Jetzt fällt die Abstiegs-Entscheidung also wirklich erst am allerletzten Saison-Spieltag im Fernduell zwischen Hagen und der HG Saarlouis. Zwar haben die Saarländer zwei Punkte und 13 Tore Vorsprung aber Hagen hat Heimrecht gegen die gesicherten Ferndorfer und Saarlouis muss beim Tabellenachten Nordhorn-Lingen antreten. Spannung also bis zur letzten Sekunde der Saison.

Tore HGS: Faulenbach 8, Meoki 6/4, Walz 5, Murawski 3, Weissgerber 3, Müller 1, Polydore 1

Tore HF: Coors 7, Bosy 5, Ossenkopp 4, Pietak 3, Hinz 3, Eichenberger 2, Schüttemeyer 2, Kolditz 1