HGS enttäuscht

Aufsteiger schlägt Saarlouis mit 24:19 (9:9) – Peribonio überragend

 

Hochdorf/Saarlouis. Die Haupt-Ursachen für die 19:24-Niederlage der HG Saarlouis beim Aufsteiger in Hochdorf sind schnell aufgezählt: Ein überragend haltender Roko Peribonio (22 Paraden/2 Siebenmeter); ein Gastgeber, der vor allem in der Abwehr um jeden Zentimeter Hallenboden fightete und den ersten Heimsieg unbedingt wollte und eine HGS, die als Mannschaft in den gesamten 60 Minuten nie an ihre Form und Leistung der vergangenen Woche anknüpfen konnte.

 

Dabei war man vor dem Spiel noch optimistisch – auch die fast 50 mitgereisten HGS-Fans, die im Sportzentrum lautstark für Unterstützung sorgten, auch wenn es auf der Platte von Anfang an nicht so lief, wie man sich auf Seiten der Gäste das vorgestellt hatte. Der TV Hochdorf war von Anfang bis Ende aggressiv, engagiert in der Abwehr  und als Hochdorfs Schlussmann Peribonio Philipp Leist gleich den ersten Siebenmeter (ein Heber-Versuch) wegfischte, sollte das ein Fingerzeig für den weiteren Verlauf der Partie sein.

 

Die Gastgeber setzten sich in den ersten 13 Minuten der Partie gleich mal auf 5:2 ab und tankten immer mehr Selbstbewußtsein. Saarlouis kämpfte, kam im Angriff aber überhaupt nicht in die Gänge. Als Peter Walz mit dem 2. Siebenmeter der Saarländer ebenfalls an Peribonio scheiterte – es stand 6:3 (15.) – war allen auf Seiten der Gäste klar: das wird heute eine ganz kniffelige Aufgabe.

 

Es war dann der treffsicherste Schütze im Team der HGS, Tommy Wirtz (insgsamt 10 der 19 Tore), der in Minute 27 seine Farben beim 7:7 wieder ins Spiel brachte und  eine gute Minute vor der Pause beim 8:9 erstmals sogar in Führung schoss.  Noch 3 Sekunden waren auf der Hallenuhr abzulesen, als Vincent Klug einen mächtigen Freiwurf zum 9:9-Ausgleich unter die Latte zimmerte.

 

Philipp Kesslers spätere Bilanz zu den ersten 30 Minuten: „Das Beste daran war noch das Ergebnis.“ Und die Fans aus dem Saarland hofften auf eine Leistungssteigerung ihrer Jungs.

 

Die kam aber erst mal nicht: Gleich der 1. Angriff der Saarländer endete mit einem technischen Fehler und einem Gegenstoß-Treffer von Schwenzer zum 10:9 (31.).  Es folgte eine ausgeglichene Phase und Saarlouis führte nach 40 Minuten 14:13.  Dann riss bei den Gästen der Faden. Acht Minuten lang ging vorne garnichts mehr, verzweifelten die HGS-Angreifer regelrecht an Peribonio und seiner Abwehrreihe. Zudem nutzte Hochdorf beinahe jede sich bietende Chance, erzielte fünf Treffer in Folge und konnte sich 12 Minuten vor dem Ende vorentscheident auf 18:14 absetzen. Saarlouis hatte nun nichts mehr zuzusetzen, keine Alternativen auf der Bank und auch keine Idee mehr, wie man das noch drehen könnte.

 

Hochdorf spielte die Partie sicher zu Ende, ließ keinen Zweifl mehr daran aufkommen, wer diese beiden Punkte an diesem Freitagabend mehr wollte. Die Enttäuschung beim Team und den Fans war groß, aber gleich nächste Woche gibt es beim nächsten Saar-Pfalz-Derby in Hassloch die Chance, diese Scharte wieder auszuwetzen. „Und dafür…“, so ein glücklicher Hochdorf-Coach Steffen Christmann nach dem Spiel „…drücken auch wir Euch die Daumen!“

Statistik HGS: Schulz (9 Paraden), Jonczyk (5 Paraden), Wirtz 10/2, Peter Walz 5, Leist 1, Hartz 1, Grbavac 1, Kurotschkin 1

 

Statistik TVH: Peribonio (22 Paraden/2 Siebenmeter), Klug 6, Schwenzer 6/4, Lanninger 3, Lenz 2, Corazolla 2, Kupljai 1, Sorda 1, Novo 1, Braun 1, Medler 1

 

Siebenmeter: HGS 2/4, TVH 4/4

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 2, TVH 8

 

Zuschauer: 405

 

Schiedsrichter: Fähnle/Schulle