Gute Ansätze, aber noch viel Arbeit

HGS siegt im ersten Spiel seit fünf Monaten 33:24 (19:13) gegen VTZ Saarpfalz

Saarlouis. „Das wichtigste war, dass jeder Wettkampfpraxis bekommen hat.“ HGS-Coach Philipp Kessler nutzte das erste Spiel seiner Jungs seit 5 Monaten gegen RPS-Oberligist VTZ Saarpfalz so auch für viele unterschiedliche Aufstellungen und Tests. Dass am Ende ein 33:24 (19:13) von der Anzeigetafel leuchtete, war erst einmal zweitrangig. Unter Corona-Bedingungen und ohne Zuschauer zeigten die Jungs gute Ansätze, gleichzeitig wurde aber auch deutlich, dass, wie Kessler bilanzierte, „noch viel Arbeit“ vor uns liegt.

Der Drittligist legte gleich richtig los, führte nach 6 Minuten 4:0. Drei der vier Treffer zu Beginn gingen auf das Konto von Heimkehrer Tom Paetow, der zeigte, dass er gereift ist. Nach 7 Minuten war es mit Dominik Rifel ein ehemaliger Saarlouiser, der für Zweibrücken den ersten Treffer gegen Darius Jonczyk erzielen konnte.

Die Gäste legten in der Folge ein wenig den Respekt ab und konnten die folgenden Minuten ein wenig ausgeglichener gestalten (6:3, 10.). Während Kessler nun munter durchhechelte, ließen seine Jungs in der Offensive vor allem bei der Chancenverwertung etwa nach. Die von Kai Schumann gecoachte VTZ war beim 10:8 (19.) sogar wieder vom Ergebnis her in Schlagdistanz. Die jungen Wilden waren auf Seiten der HGS jetzt am Zug. Hendik Huth auf der linken Aussenbahn und Marco Grgic im Rückraum sorgten mit dafür, dass es nach 25 Spielminuten 15:10 stand. Neuzugang Marcel Becker und Nachwuchstalent Konrad Wagner sorgte unter der Regie von Loic Lorant für die 19:13 Pausenführung.

Nach dem Seitenwechsel wurde es zäher. Saarlouis versammelte nicht nur 3 Siebenmeter, sondern die Treffsicherheit vorne war irgendwie in der Kabine geblieben. Nachwuchs-Torhüter Julien Bro, der für Jonczyk eingewechselt war und den dienstlich verhinderten Pat Schulz vertrat, parierte nach 38 Minuten nicht nur einen Siebenmeter, fischte einige stramme Würfe aus dem Rückraum und trug sich mit einem Wurf übers ganze Feld ins leere VTZ-Gehäuse auch in die Torschützenliste ein. Auf der anderen Seite war es der erfahrene Yannic Klöckner im VTZ-Kasten, der den Saarlouisern eine Reihe von Bällen abkaufte. Trotzdem gelang es dem Oberligisten nicht wirklich, die Führung der Gastgeber zu gefährden. Niklas Louis auf der rechten Aussenbahn mit vier Treffern bis zur 46. Minute (24:19) war in dieser Phase allerdings auch der einzige Saarlouiser der traf. Die letzten zehn Minuten gehörten dann wieder der HGS. Gilles Thierry, Marcel Becker, Philipp Leist und Konrad Wagner sorgten mit ihren, teilweise schön herausgespielten Toren für den klaren 33:24-Erfolg.

Wermutstropfen dabei war dann die Verletzung von Peter Walz, der sich bei einem Wurfversuch ohne Gegner-Einwirkung offenbar das Knie verdrehte. „Ich hoffe, dass Peter sich nicht schlimmer verletzt hat.“, so Philipp Kessler nach dem Spiel. Walz durfte vorzeitig unter die Dusche, bewegte sich nach seiner Rückkehr auf die Bank allerdings einigermaßen normal.

Tore HGS: Paetow 4, Louis 4, Wagner 4, Becker 4, Thierry 4, Lars Walz 3, Leist 3/2, Kurotschkin 2, Huth 2, Peter Walz 1, Grgic 1, Bro 1