„Es gibt noch viel Arbeit“

HGS „ohne Fünf“ beim Testspiel-Sieg gegen Oberliga-Spitzenreiter VTZ – 37:25 (18:16)

 

Saarlouis. Am Ende war es für beide Trainer ein durchaus gelungener Test und Phillip Kessler und Dado Grgic hatten die Gelegenheit auch dazu genutzt, ihren „jungen Spielern“ Einsatzzeiten zu geben. Dass die Partie gegen den Oberliga-Spitzenreiter VT Zweibrücken am Ende von der HG Saarlouis durchaus standesgemäß mit 37:25 (18:16) gewonnen wurde, war an diesem Abend nicht das Wichtigste.

 

Hatte beim Bundesligisten in der Vorbereitung bislang das Thema Kraft, Ausdauer und Kondition im Vordergrund gestanden, so beginnt jetzt die Phase der spielerischen Feinabstimmung. Angefangen habe man, so Kessler, mit einer veränderten Abwehrformation, die das Team zu Beginn des Testspiels ausprobierte.Aber so richtig rund lief das noch nicht. Der Oberliga-Spitzenreiter ließ sich in der gesamten ersten Spielhälfte nicht abhängen, kam zu einfachen Toren, war in der Anfangs-Viertelstunde bis zum 10:7 immer in Schlagdistanz und hatte auch zum Ende er ersten Halbzeit noch Anschluss, als Kessler für zehn Minuten lang bis auf Jerome Müller und Pat Schulz seinen gesamten Nachwuchs auf der Platte hatte. Dabei und auch im weiteren Verlauf wusste vor allem Tom Paetow zu gefallen. Der Youngster, der den verletzten Kapitän Martin Murawski auf der linken Aussenbahn ersetzte, nutzte Gegenstoß-Chancen eben so sicher, wie Gelegenheiten aus dem gebundenen Spiel für insgesamt 5 Tore.

 

Apropos fehlende Spieler: Philipp Kessler musste nicht nur auf Murawski, sondern auch auf Arthur Muller, Michael Schulz, Darius Jonczyk und Peter Walz verzichten. Trotzdem hat der HGS-Coach in diesem Test auch einiges Positive gesehen. Ein Lob gab es für Julius Andersson. Der schwedische Spielmacher traf selbst insgesamt 7 Mal und setzte auch Impulse im Angriffsspiel, die dem Trainer gefielen Aber, so schränkte Kessler im Blick auf dieses erste Testspiel ein, man habe insgesamt noch viel Arbeit vor sich.

 

Saarlouis zog das Tempo zu Beginn der 2. Spielhälfte nochmals deutlich an und konnte sich bis zu 45. Minute auf 28:20 absetzen. Und während beim Oberliga-Spitzenreiter, bei dem auch zwei wichtige Spieler fehlten, so langsam die Kräfte schwanden, machte sich beim Zweitligisten die Trainingsarbeit der letzten Woche bemerkbar. Das Team war in der Lage, das Tempo noch mal zu erhöhen, kam mehrfach ins Gegenstoß-Spiel und setzte sich in der 50. Minute erstmals auf zehn Tore Vorsprung (32:22) ab.

 

Dado Grgic nutzte in der Schluss-Viertelstunde mehrfach das taktische Mittel des 7. Feldspielers, was auch einige Male über Wiese und Kurotschkin zu Erfolgen führte. Aus Sicht des Zweitligisten setzten am Ende dann noch mal die „Jungen“ die Akzente: Sowohl Maximilian Hartz, als auch Pasi Noll erzielten am Ende die Tore und Sven Klein im Kasten zeigte noch ein paar schöne Paraden.

 

Den nächsten Test in der Stadtgartenhalle gibt’s schon am kommenden Dienstag gegen das Zweite Spitzenteam aus der Oberliga, die Handballfreunde Illtal (Anwurf 18.30 Uhr).

 

Statistik HGS: Pat Schulz (11 Paraden), Sven Klein (3 Paraden), Andersson 7/1, Müller 6, Weissgeber 6/1, Paetow 5, Engels 3, Polydore 2, Barkow 2, Leist 2, Noll 2, Kreis 1, Hartz 1