Wieder keine Punkte

Dresden am Ende beim 30:26-Heimsieg besser aufgestellt und cleverer

 

Trotz eines couragierten Auftritts vor mehr als 1700 Zuschauern in der Dresdener BallsportArena reichte es auch am Freitag nicht für Punkte. Wie schon oft in dieser Spielzeit waren es die Kleinigkeiten, die den Ausschlag zu Gunsten des Gegner gaben: Mangelnde Chancenverwertung, leichte Ballverluste und in manchen Situationen fehlende Cleverness. So mussten Philipp Kessler und das Team am Ende eine 26:30 (11:13)-Niederlage quittieren und der Abstand auf den Nichtabstiegsrang erhöhte sich durch die gleichzeitigen Erfolge von Aue und Eisenach auf 8 Punkte.

 

Die Saarländer kamen ganz gut in die Partie, stellten eine gute Defensive mit einem starken Darius Jonczyk dahinter, ließen die Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. Gleichzeitig warfen sie aber auch gleich zu Beginn der Partie zwei Siebenmeter weg (Weissgerber und Andersson) und ließen gegen einen ebenfalls starken Mario Huhnstock im Dresdener Kasten auch andere Chancen liegen. So blieb die Partie in der Anfangsphase eng und ausgeglichen (5:5, 16.). Erst kurz vor dem Seitenwechsel konnten die von einem herausragenden Roman Becvar angeführten Sachsen ihren Vorsprung auf drei Tore ausbauen (12:9, 26.). Auf beiden Seiten ließen die Torhüter bis zum Pausenpfiff nicht mehr viel zu, so dass bei Seitenwechsel ein 13:11 von der Anzeigentafel leuchtete.

 

Die ersten fünf Minuten der zweiten Spielhälfte „verschliefen“ die Gäste sowohl in der Offensive, als auch in der Defensive. So baute Dresden seinen Vorsprung auf 18:13 (39.) aus. Doch die Saarländer kämpften sich zurück in die Partie, strahlten mit Arthur Muller auf der linken Angriffsseite und Kreisläufer Moritz Barkow jetzt mehr Gefahr aus und waren nach 44 Minuten beim 20:18 wieder in Schlagdistanz. Das hält bis sieben Minuten vor Schluss, als Tom Paetow zum 25:23 trifft. Auch er verdiente sich am Ende ein Trainer-Lob: „Er hat heute seine Sache gut gemacht.“. Als die Unparteiischen Jan und Manuel Lier dann in einer Szene, die die Saarlouiser Bank genau umgekehrt als Stürmerfoul gesehen hatte, Arthur Muller eine Strafzeit aufbrummen und gleichzeitig auf Siebenmeter für die Gastgeber entscheiden, netzt der Treffsicherste des Abend, Dresdens Julius Dierberg, zum vorentscheidenden 26:23 von der Siebenmeterlinie ein.

 

Es gelingt den Saarländern durch Tom Paetow zwar noch mal auf 28:26 (59.) zu verkürzen, doch zu mehr reicht es nicht mehr, weil die Erfahrenen Roman Becvar und Gabor Pulay mit ihren Treffern „den Deckel“ drauf machen.

 

Im Dresdener Fazit heißt es: „Die HG Saarlouis präsentierte sich nicht wie ein Absteiger.“ Philipp Kessler sah den Heimvorteil für Dresden und „die Kleinigkeiten in Sachen Chancenverwerung und Fehler“ als ausschlaggebend für die Niederlage an: „…aber das ist dann so, wenn du unten drin steckst.“

 

Zeit zum Ausruhen bleibt dem Team nicht viel, denn schon am Sonntag (17 Uhr) geht es für die HG mit der Heimpartie gegen die Rhein Vikings weiter. Philipp Kessler: „Wir wollen dieses Spiel für unsere treuen Fans gewinnen, auch wenn das in unserer Lage nicht einfach werden wird.“

 

Statistik HGS: Jonczyk (12 Paraden), Pat Schulz (1 Parade, Siebenmeter gegen Dierberg), Koldziej, Murawski 1, Weissgerber 6/5, Barkow 3, Muller 5, Müller 3, Anderssson 4/2, M. Schulz 2, Paetow 2, Plydore, Engels 1.

 

Siebenmeter: HGS 7/9, Dresden ¾

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 8, Dresden 6

 

Schiedsrichter: Lier/Lier

 

Zuschauer: 1700