„Kopf oben behalten“

Schwache erste Halbzeit ausschlaggebend für 24:27 (9:15)-Heimniederlage – Noch drei schwere Spiele bis zur Winterpause

 

Saarlouis. Verunsicherte und dezimierte HGS gegen selbstbewusste und abgezockte TGS Pforzheim: Da war am Ende das Ergebnis von 24:27 (9:15) noch das Beste, was in diesem Spiel aus Sicht der HGS zu machen war. Nach der dritten Niederlage in Folge sind die Saarländer in einer schwierigen Phase der Saison.

 

Ohne Noll, Leist, Lielais und Lars Walz, mit angeschlagenem Quentin Abadie, fehlten Philipp Kessler einfach die Alternativen defensiv, wie offensiv. Hinzu kam, dass Grbavac einen rabenschwarzen Tag erwischte und von Abwehr-Beton vor allem in der ersten Hälfte nix zu sehen war.

 

Pforzheim hatte vor allem in der Anfangsphase mit erster und zweiter Welle keine Mühe, sich deutlich abzusetzen. Technischer Fehler, Ballverlust, Gegenstoß, Tor: Das gab es in den ersten zehn Spielminuten gleich sechs Mal. Da hielten sich die HGS-Angreifer nun so gar nicht an das, was man abgesprochen hatte. Nach 11 Minuten beim Stand von 2:7 zitierte Kessler seine Jungs zum ersten Mal zum Rapport und sah sich fünf Minuten später gezwungen, sich selbst einzuwechseln. Da war beim Stand von 4:9 Abadie vom Siebenmeterpunkt am starken Jonathan Binder im Pforzeimer Kasten gescheitert. Überhaupt Binder: Der Goalie der Gäste lieferte von 925 Zuschauern in der Stadtgartenhalle eine sehr gute Partie ab, hatte am Ende 13 Paraden auf dem Konto und insgesamt 3 Siebenmeter der Saarlouiser gehalten.

 

Zwar stand mit Kessler die Defensive der HGS ein wenig besser, aber vorne fand Saarlouis kaum Lösungen, so dass man zur Pause mit 9:15 hinten lag.

 

Die Kabinenansprache dauerte bei Saarlouis etwas länger, aber viel besser wurde es nicht. Pforzheim setzte sich Tor um Tor weiter ab und nach 40 Minuten drohte beim Stand von 12:21 gar eine richtige Pleite. Kessler nahm seine 2. Auszeit, brachte Darius Jonczyk und stachelte den Kampfgeist des Teams nochmals an. Und die Jungs kämpften, verkürzten bis zur 48. Minute auf 17:22. In der Folge lief Saarlouis allerdings die Zeit weg. Pforzheim verwaltete clever seinen Vorsprung und ließ in den letzten fünf Minuten noch vier Treffer der Saarländer zu, nur um dann den verdienten Auswärtssieg zu feiern.

 

Im Pressegespräch nach dem Spiel freute sich TSG-Vorstand Wolfgang Taafel über den verdienten Sieg: „Wir sind glücklich, dass es bei uns zur Zeit so gut läuft.“ Philipp Kessler haderte vor allem mit der Anfangsphase seines Teams mit den vielen technischen Fehlern: „Wir haben da all das gemacht, was wir nicht machen wollten und Pforzheim zu einfachen Toren eingeladen.“ Die Niederlage sei ärgerlich, ja sogar vermeidbar gewesen. Trotzdem gelte es jetzt in den nächsten drei schwierigen Spielen vor der Winterpause, den Kopf oben zu behalten.

 

Statistik HGS: Schulz (6 Paraden), Jonczyk (6 Paraden), Hartz 8/3, Peter Walz 4/1, Kucharik 3, Kreis 2, Grbavac 2, Louis 2, Thierry 2, Abadie 1

 

Statistik TGS: Binder (14 Paraden, 3x 7m), Kikillus 10/5, Taafl 5, Kirschner 4, Wysokinski 4, Dykta 3, Sruk 1

 

Siebenmeter: HGS 4/7, TGS 5/5

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 2, TGS 2 (rote Karte gegen Sruk)

 

Zuschauer: 925

 

Schiedsrichter: Siebert/Welke