Am Ende eingeknickt

Saarlouis hält lange gegen Top-Team aus Bieitgheim mit verliert am Ende aber 20:26

 

Saarlouis. Klartext: Die HG Saarlouis steuert weiter Richtung 3. Liga. Auch am Doppelspieltag gab es für die Saarländer nichts zu erben. Der 22:24-Niederlage im Kellerduell in Konstanz am Freitag folgte am Sonntag in der Stadtgartenhalle vor 1070 Zuschauern eine 20:26-Pleite gegen den Aufstiegsaspiranten SG Bietigheim.

 

Dabei war auch diese Partie wieder ein Spiegelbild vieler vorangegangener Spiele. Saarlouis ist phasenweise auf Augenhöhe und reisst dann alles wieder ein mit leichtfertigen, unvorbereiteten und manchmal unmotivierten Würfen. So auch gegen Bietigheim. „Daran müssen wir arbeiten. Mit der Abwehrleistung war ich heute zufrieden bilanziert Philipp Kessler. Sein Trainerkollege Harmut Mayerhoffer sprach von einem schwer erarbeiteten Sieg. Saarlouis habe es seiner Mannschaft schwer gemacht. Die Komplimente nutzen den Saarländer aber nix, am Ende standen sie erneut mit leeren Händen da.

 

Dabei sah es in der ersten Hälfte gut aus, die HGS-Abwehr machte der SG das Torewerfen schwer und auch vorne gelang es Müller, Engels und Co. immer wieder dran zu bleiben. Fünf Minuten vor der Halbueit nutzte Marcel Engels einen Gegensto´zu 9:8-Führung und die 1070 Fans freuten sich. Ihr Team hielt mit und auch 10:11- Pausenrückstand war durchaus akzeptabel.

Nach Wiederanpfiff dauerte es vier Minuten, bis auf der Anzeigentagfel wieder der Gleichstand aufleuchtete (12:12). Und Saarlouis blieb auch bis zur 39. Spielminute (14:15) in Schlagdistanz. Dann aber wieder das bekannt, gefürchtete Bild: Vorne häufen sich Fehler, Domenico Ebner in SG-Gehäuse hat leichtes Spiel mit den unvorbereiteten undplazierten Würfen der Saarländer und folgerichtig setzten sich die Gäste Tor um Tor ab. Knapp zehn Minuten vor dem Ende ist beim 15:21 das Ding eigentlich gelaufen. Die Saarländer können sich zwar noch mal aufrappeln, kommen vier Minuten vor dem Schlusspfiff auf 19:22 heran. Doch diesen Lauf unterbricht Mayerhoffer mit seiner letzten Auszeit. Danach schaukeln seine Jungs das Spiel über die Bühne. Bestrafen drei Fehler der HGS mit schnelle Gegenstößen, so dass das Ergebnis am Ende wieder deutlicher ist, als es das Spiel eigentlich war.

 

HGS: Schulz (48..bis 60. Min.) 5 Paraden, Jonczyk (1. bis 47. Min.) 7 Paraden, Leist 2, Kolodziej, Murawski, Weissgerber 2/2, Barkow 3, Muller 1, Müller 2, Andersson 2, Schulz M. 4, Paetow, Engels 2, Noll 2.

 

Bietigheim: Ebner (1. – 60. Min, 14 Paraden), Müller (n.e.), Haller, Rentschler 1, Claus 1, Schäfer 4/1, Schmidt, König 2, Barthe 4, Asmuth 1, Doll 4, Emanuel 2, Marcec 6, Fischer 1

 

Siebenmeter: HGS 2/2, Aue 1/1

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 8 (Noll, Engels, M. Schulz, Kolodziej), Bietigheim 6 (Asmuth, Emanuel 2x)

 

Schiedsrichter: Hannes/Hannes

 

Zuschauer: 1070