„So dürfen wir uns als

HGS nicht präsentieren“

Klatsche in Nieder-Roden nach Quarantäne-Zwangspause und katastrophaler Leistung

Saarlouis. „So dürfen wir uns als HG Saarlouis nicht präsentieren.“ HGS-Coach Philipp Kessler war am Sonntagabend nach der 35-20 (16:7)-Klatsche in Nieder-Roden sehr enttäuscht. Dabei war es nicht die Niederlage als solche, sondern die Art und Weise. Klar, die Quarantäne-Zwangspasue und die aktuelle Situation hatten ihren Anteil am Auftreten der Saarländer, aber für diese deutliche Pleite dürfe das nicht als Ausrede herhalten. „Dass das schwierig wird, war uns vorher bewusst. Aber wenn du über 80 Prozent der Zweikämpfe in Abwehr und Angriff verlierst, dann kannst du kein ordentliches Spiel abliefern.“

 

Auch die taktische Ausrichtung der Gastgeber, mit viel Tempo in erster und zweiter Welle, einer guten aggressiven Defensive war nach der Zwangspause und den wenigen Trainingseinheiten nach der Quarantäne in Vorbereitung auf die Partie, so zu erwarten gewesen. Aber die Saarländer setzten dem von Beginn an viel zu wenig entgegen. Zu viele Fehler, Ballverluste, unkonzentriertes, schlampiges Passspiel und schwache Wurfausbeute ließen die HGS schnell in Rückstand geraten. Nach gut zehn Minuten lagen die Gäste schon mit 1:5 hinten und offenbarten dabei eine katastrophale Leistung.

 

Und während den Gastgebern an diesem Sonntagnachmittag offenbar alles gelang (auch weil die HGS-Abwehr vieles zuließ), lief bei der HG gar nichts. Die wenigen guten Aktionen waren zu selten, um das gewünschte ordentliche Spiel zu zeigen und so war schon beim Pausenstand von 16:7 klar, dass es hier heute für die Gäste nichts zu holen gab.

 

Auch in der zweiten Spielhälfte änderte sich am Gesamtbild nichts. Die Saarländer waren durch die Bank weit weg von dem, was sie zu leisten im Stande sind. Klägliche Chancenverwertung im Angriff und eine löchrige Defensive sorgten dafür, dass es am Ende eine herbe, schmerzliche Klatsche wurde, die sich so nicht wiederholen darf.

 

Viel Arbeit für Philipp Kessler und sein Team also bis zum „Doppelspieltag“ am 13. und 15. Mai in Gensungen und zu Hause gegen Kirchzell.

 

Tore HGS: Paetow 5, Leist 5/2, Louis 3, L. Walz 2, Hoffmann 1, Laurent 1, Wagner 1, Kurotschkin 1, Noh 1.

Siebenmeter: HGS 2/3, HSG 2/3

Zeitstrafen in Minuten: HGS 10, HSG 2