Melsungen im DM-Achtelfinale

16:19 (6:12)-Niederlage der HGS im Ausscheidungsspiel – Starke Aufholjagd

 

Saarlouis. „Die Anfangshypothek des 1:9-Rückstandes nach 17 Minuten war am Ende zu hoch. Trotzdem bin ich stolz auf meine Mannschaft, denn in der restlichen Spielzeit haben wir zu unserem Spiel gefunden und gezeigt, was wir können.“ HGS-U17-Trainer Matthias Ecker hatte nach der 16:19 (6:12)-Niederlage gegen die B-Jugend der JSG Melsungen/Körle/Guxhagen im Entscheidungsspiel um den Einzug ins Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft zwei Seelen in seiner Brust. Einmal war das die Enttäuschung über die Niederlage, zum anderen hat sein Team gute 30 Minuten lang gezeigt, dass es mit Recht zu den 20 besten deutschen B-Jugend-Mannschaften gehört.

 

Gut 300 Zuschauer machten in der Stadtgartenhalle richtige Endspiel-Stimmung und unterstützten lautstark ihre Mannschaften. Dabei waren die Gastgeber allerdings zu Beginn des entscheidenden Spiels richtig nervös und nichts gelang den Saarländern in der Offensive. Schon nach 10 Minuten (gespielt wurden 2 mal 25 Minuten) musste das Saarlouiser Trainer-Duo Matthias und Andi Ecker zum ersten Mal eine Auszeit nehmen, nachdem die Gäste aus Hessen sich auf 1:6 absetzen konnten. Dabei glänzten bei den von Georgi Sviridenko gecoachten Melsungern vor allem die Aussen Julian Fuchs und Jan Dobriczikowski, die zusammen 8 der 12 Treffer der Hessen in Halbzeit 1 erzielten. Die Saarlouiser fanden anfangs kaum Mittel gegen diese starke Offensive und auch der Versuch, mit einer 5-1-Deckung den Spielmacher Ole Pregler aus dem Spiel zu nehmen, fruchtete zunächst nicht.

 

Ein erstes Signal bei der HGS setzte dann der gute Schlussmann Julien Bro, als er beim Stand von 3:11 drei Minuten vor dem Halbzeitpfiff den Siebenmeter von Jona Rietze hielt. Und plötzlich lief es auch vorne besser, weil Lennart Poncelet und Marko Grgic ihren Respekt ablegten und Jonas Peifer machte kurz vor dem Pauspfiff das 6:12. Das sah schon wieder etwas freundlicher aus.

 

Und der Jüngste und Beste im grünen Trikot auf der Platte, HGS-Spielmacher Marko Grgic (Jahrgang 2003), setzte auch zu Beginn der zweiten 25 Minuten mit einem Doppelschlag die ersten Signale in Richtung Melsungen: Das ist noch nicht gelaufen. In der Defensive kämpft die HGS jetzt erfolgreicher, lässt acht Minuten lang keinen Treffer der Hessen zu und Sviridenko bittet seine Jungs zum Gespräch.

 

Doch Saarlouis holt weiter auf, ist bei Poncelets 14:15 sechs Minuten vor dem Ende eieder dran. Die individuelle Qualität und die etwas größere Cleverness und Erfahrung geben in der spannenden Schlussphase den Ausschlag zugunsten der Melsunger. Sie bringen einen knappen Vorsprung ins Ziel, und können sich nun auf die nächste DM-Begegnung gegen die Rhein-Neckar-Löwen (Junglöwen) freuen.

 

Die Saarlouiser Jungs können stolz auf ihre Leistung sein, denn sie waren am Ende ganz nah dran, das Ding doch noch zu drehen und die 300 Fans verabschiededen das Team mit viel Applaus.

 

Statistik HGS: Julien Bro (9 Paraden, 2xSiebenmeter), Hein, Dax, Huth, Poncelet 4, Reinshagen, Tosetto 1, Grgic 7/1, , Jose, Peifer 1, Schug 1, Herzig 2

 

Statistik Melsungen: Dreißiger, Büde (9 Paraden 1x Siebenmeter), Herbst, Dobriczikowski 4, Badenheuer, Gastrock-Mey,, Kompenhans 3, Pregler, Rietze 2/1, Filozovic, Dhaliwai, Andrei 1, Hellemann 3, Fuchs 6

 

Siebenmeter: HGS 1 / 2, Melsungen 1 / 3

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, Melsungen 2

 

Schiedsrichter: Bertram/Deyer

 

Zuschauer: 300