Kessler-Team heiss auf Heim-Punkte

Tabellen-Nachbar Hildesheim will sich von Stadtgartenhalle nicht beeindrucken lassen

 

Saarlouis. „Ich bin sicher, dass wir am Samstag in unserem Wohnzimmer Stadtgartenhalle die zwei Punkte gegen Hildesheim holen werden.“ HGS-Coach Philipp Kessler ist trotz der Niederlage in Hagen und vor dem Duell gegen den Tabellen-Nachbarn optimistisch. Die Truppe von Gerald Oberbeck, die in Hagen übrigens eine 19:33-Klatsche hinnehmen musste, ist ihrerseits natürlich auch heiss auf die Punkte und Oberbeck rechnet mit einem Kampfspiel.

 

Der Schwerpunkt der Vorbereitung in Saarlouis lag unter der Woche auf der Abwehr-Arbeit. Die Mannschaft habe in Hagen zwei Chancen, sich deutlicher abzusetzen, nicht nutzen können. Man habe es beispielsweise beim Stand von 19:21 versäumt, den Sack zu zu machen, einfache Gegentore ohne Körperkontakt zugelassen. Das dürfe sich gegen Hildesheim nicht wiederholen.

„Wir gehen mit Respekt aber auch mit Zuversicht in dieses Spiel und die Jungs sind heiß darauf, die nächsten Punkte einzufahren. Hildesheim ist einer der Gegner auf Augenhöhe, gegen die man zu Hause gewinnen muss und auch kann, wenn alle ihr Leistungsvermögen abrufen.“, so Kessler

Besonderes Augenmerk der Saarländer liegt dabei auf Eintracht-Rückraum-Kanonier Savvas Savvas. Seine Kreise gilt es ebenso einzuengen, wie die seiner griechischen Landsleute am Kreis Nikolaos Tzoufras und Adam Papadopoulos.

Auch wenn diese Woche der eine oder andere HGS-Spieler aufgrund von Erkrankungen nur eingeschränkt trainieren konnte, ist „Kessis“ Zuversicht ungebrochen: „Dann müssen halt die, die fit sind, in die Bresche springen.“

 

„Mit breiter Brust“ will sich Hildesheim in Saarlouis präsentieren, auch wenn innerhalb von drei Tagen letzte Woche bei der Eintracht Handball-Lust (Heimsieg gegen Coburg) und Handballfrust (Heim-Niederlage gegen Hamm) dicht beisammen lagen. Hildesheim-Macher Gerald Oberbeck haderte zuletzt mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft strebt in Saarlouis dennoch wieder Auswärts-Lust an und will die verlorenen Punkte zurückholen.

Dass das keine einfache Aufgabe in der Stadtgartenhalle wird, ist den Hildesheimern klar. Die Saarlouiser Halle war zuletzt mehr als einmal eine echte Festung. Jerome Müller und Co. sind vor eigenem Publikum eine Macht und können jedes Team in dieser starken und ausgeglichenen Liga schlagen. Davor zeigt auch Gerald Oberbeck Respekt: „Wir müssen vor allem Ruhe bewahren und dürfen uns auch von der Atmosphäre und dem Auftreten der HG Saarlouis in ihrer Halle nicht beeindrucken lassen.“

Stärkste Offensiv-Waffe ist für Gerald Oberbeck dabei sein Griechenland-Import und Schützling Savvas Savvas. Der Rückraumlinke, derzeit mit 122 Treffern Zweiter der Torschützenliste, ist für Hildesheim so etwas, wie die Risiko-Versicherung in Sachen Klassenerhalt – aber eben nur noch in dieser Saison. In der nächsten Spielzeit wird er für den aktuell Tabellenzehnten in Liga 1, den GWD Minden in der besten Liga der Welt auflaufen.

Angepfiffen wird die Partie am Samstag, 19.30 Uhr, vom Bundesliga-Gespann Frederic Linker und Sascha Schmidt.