Final-Sieg enger als erwartet

 

Rimpar leistet Erstligist Göppingen heftig Widerstand und verkauft sich teuer

 

Saarlouis. Aus Göppinmger Sicht könnte man sagen : „Pflicht erfüllt“. Der 30:28 (18-14)- Erfolg im Finale am Sonntag aber fiel denkbar enger aus, als erwartet. Der Zweitligist, der am Vortag Saarlouis mit 24:22 aus dem Wettbewerb gekickt hatte, leistete auch dem Erstligisten massiv Widerstand, schnupperte phasenweise sogar an der Pokalsensation. Am Ende aber waren zwei Einzelleistungen von Göppingens Spielmacher Tim Kneule und Lars Kaufmann der entscheidende Unterschied.

 

Göppingen begann vor leider nur gut 250 Zuschauern bei wieder rekordverdächtigen Temperaturen in der Arena Stadtgartenhalle wie am Tag zuvor gegen Drittligist Heilbronn-Horkheim mit schnellen Toren. Nach 6 Minuten hieß es bereits 5:1 für den Erstligisten und Europapokal-Sieger Göppingen. Doch der Zweitligist ließ sich nicht abhängen, legte mehr und mehr den Respekt ab und war beim Seitenwechsel beim 17:13 längst nicht geschlagen.

Und nach der Pause sollte das noch mal richtig eng werden. Nachdem Adria Pfahl auf 19:14 erhöhen konnte, kamen die toll eingestellten Wölfe so richtig in Fahrt. Fünf Treffer in Folge und plötzlich hieß es 19:19 in der Stadtgartenhalle. Göppingens Coach Magnus Andersson nahm seine erste Auszeit, rief seine Jungs zur Ordnung, war mit der hohen Fehlerquote nicht einverstanden.

Und die Intervention ihres Coachs wirkte. Göppingen zog massiv das Tempo an, agierte jetzt wieder hoch konzentriert und igerade mal sechs Minuten war der alte Vorsprung beim 25:20 wieder hergestellt. Geschlagen gaben sich Obingers Wölfe aber noch lange nicht, legte n nun ihrerseits wieder zu und knapp drei Minuten vor dem Ende war man beim 28:27 wieder ganz nah an der dritten Pokalrunde. Die Entscheidung brachte dann die individuelle Klasse von Tim Knäule und Lars Kaufmann. Rimpar verdiente sich den Applaus an diesem Nachmittag auch von ihren Zweitliga-Kollegen der HGS, die das Finale diesmal nur auf der Tribüne verfolgen durften. Aber wie sagte ein Fan auf derselben: „Da konnte sich wenigstens heute keiner verletzen.“ – auch eine Interpretation.

Am kommenden Wochenende mit dem ersten Saisonheimspiel gegen Hamm wird es dann wirklich ernst für Jonas Faulenbach und Co.

Die drei Pokal-Partien von diesem Wochenende jedenfalls hätten mher Zuschauer verdient gehabt – die tropischen Temperaturen und die Tatsache, dass die eigene Mannschaft es nicht ins Finale schaffte, waren wohl die Hauptgründe dafür. Schade, denn es gab tollen Handball zu sehen.