Sieg und Niederlage

HGS schlägt Hochdorf deutlich und verliert gegen HC Erlangen ebenso deutlich – Überraschung: Friesenheim schlägt GWD Minden

 

Merzig. Der erste Tag beim Ernst-Thiel-Hummel-Cup im Merziger Thielspark brachte nur ein überraschendes Ergebnis: Zweitliga-Favorit Friesenheim schlug den Erstligisten Minden mit 24:19. Alle anderen Ergebnisse kamen so, wie sie zu erwarten waren. Dabei hatte Saar-Zweitligist Saarlouis mit einem Rumpfkader Drittligist Hochdorf deutlich mit 28:18 geschlagen und war am Abend gegen Erlangen genau so deutlich unterlegen. Am Ende stand ein 21:30 auf der Anzeigetafel und das dezmierte Team von Jörg Bohrmann war ziemlich platt, auch weil eine knüppelharte Trainingswoche hinter dem Team liegt.

 

Daß Jerome Müller und Lars Weissgerber fehlen würden, war vorher klar. Dass dann aber am Freitagabend mit Yann Polydore der dritte Linkshänder ausfiel, musste der neue HGS-Coach Jörg Bohrmann improvisieren. Auch Torwart Darius Jonczyk muste der Trainingswoche Tribut zollen, durfte wegen Schulterproblemen nicht spielen. So waren in der ersten Partie des Tages für die Saarländer die Rollen neu verteilt. Und Bohrmann experimentierte zusätzlich mit der neuen Regel des siebten Feldspielers. Der TV Hochdorf geriet so schnell ins Hintertreffen (2:7, 13.). Saarlouis spielte die neue Überzahl-Situation lange weiter, führte mit 11:4, bevor die Hochdorfer in der Schlussphase der ersten 25 Spielminuten erste Unkonzentriertheiten der HGS zu einfachen Toren ins leere Gehäuse ausnutzten und mit vier Treffern in Folge beim Pausenpfiff auf 11:13 herangekommen waren.

Vier Minuten nach Wiederanpfiff konnte der Drittligist sogar ausgleichen (14:14) hatte dann aber wohl sein Pulver verschossen. Saarlouis zog mit einem Zwischenspurt, konsequenter Deckungsarbeit und einigen guten Paraden von Pat Schulz bis zur 44. Minute wieder auf 16:23 davon. Am Ende wurde die tordiffernez dann doch zweistellig.

Tore HGS: Engels 8/6, Leist 6, Faulenbach 5, Murawski 3, Meoki 2, M. Schulz 2, Lars Walz 1, Kessler 1.

 

In der letzten Partie des Tages bekam es die HG dann mit Erstliga-Aufsteiger Erlangen zu tun, der in Bestbesetzung antreten konnte. Saarlouis lag schnell 2:4 hinten, auch weil Ex-Nationalspieler Haaß zu Beginn nicht zu halten war. Doch Saarlouis hielt in der Folge durchaus mit, war beim 9:10 eine gute Minute vor Ende von Halbzeit 1 „dran“. Und ob es nun zur Pause 10:12 oder 10:13 stand, war wenig später nicht wichtig. Der HCE drehte gegen jetzt konditionell deutlich schwächer werdende Saarlouiser mächtig auf, erhöhte bis zur 38. Minute uneinholbar auf 13:23 und behauptete diesen deutlichen Vorsprung bis zum Ende der 50 Spielminuten.

Tore HGS: Faulenbach 7, Peter Walz 5, Engels 2/1, Leist 2, Kessler 2, Lars Walz 2, Meoki 1

Morgen Früh geht’s dann weiter mit den beiden Halbfinal-Partien: Ab 10.30 Uhr spielen die Zweitligisten Friesenheim gegen die HG Saarlouis, ab 11.45 kommt es zum Erstliga-Duell zwischen Minden und Erlangen. Für 14.00 Uhr ist das Spiel um Platz 5 zwischen Hochdorf und Gastgeber Merzig terminiert, das Spiel um Platz 3 beginnt um 15.30 Uhr, das Finale startet um 17.00 Uhr.