Keine Punkte in Haßloch

HGS-Abwehr zu löchrig – TSG gewinnt Derby 31:25 (15:12)

Saarlouis. Die Pfalz ist in diesem Jahr offenkundig kein gutes Pflaster für die HG Saarlouis. Am Samstag verlor die HGS nicht nur das zweite Derby gegen die TSG Haßloch, sondern auch nach 45 Minuten ihren Kapitän Peter Walz durch eine rote Karte. Die HGS-Fans, die ihr Team bis zum Ende lautstark unterstützten, haderten während der gesamten 60 Minuten mit vielen Entscheidungen der beiden Unparteiischen Kijowski/Strüder, die nicht nur die Anwendung der Passiv-Spiel-Regel eigenwillig interpretierten, sondern auch Offensiv-Fouls auf der einen Seite anders interpretierten als auf der anderen Seite. Doch daran lag es nicht allein, dass die Partie am Ende 25:31 (12:15) verloren wurde.

Das Team von Philipp Kessler begann ordentlich, führte nach 3 Minuten 1:3, lag nach 8 Minuten beim 4:6 vorne und war auch nach knapp 11 Minuten beim 5:7 die führende Mannschaft. Die 450 Haßloch-Fans erwachten so richtig, als Borodovskis beim 7:7 (13.) erstmals ausgleichen konnte. Saarlouis verlor nun offnsiv etwas die Linie. Leist scheiterte von der Siebenmeter-Linie an Torwart Daniel Schlingmann und Borodovskis und Kern sorgten für die 9:7-Führung (17.) der Gastgeber. Doch die Saarländer hielten dagegen. Grbavac sorgte für den Anschluss und Tommy Wirtz konnte nach der ersten Auszeit von Philipp Kessler wieder ausgleichen (9:9, 20.). Einen vorentscheidenden Rückschlag fing sich die HG Saarlouis, als sie nach dem 10:10 (22.) einen 4:0-Lauf der Gastgeber (dabei 2 Siebenmetertreffer) kassierte, und die Lücken in der Abwehrarbeit vorne eben nicht mehr ausgleichen konnten. Von Beginn an verloren die HGS-Abwehrspieler den ersten Zweikampf, waren den einen Schritt zur Seite zu spät und mussten so einfache Gegentore kassieren, denn weder Pat Schulz noch Darius Jonczyk konnten die Fehler ihrer Vorderleute an diesem Abend kompensieren. Trotzdem war die 15:12-Pausenführung der TSG Haßloch nicht uneinholbar.

Aber Haßloch kam gestärkt und mit deutlichem Selbstbewußtsein aus der Kabine. Die Saarländer konnten den Abstand nicht mehr aufholen, im Gegenteil: der Vorsprung der Gastgeber wuchs in den ersten zehn Minuten der 2. Spielhälfte auf 20:14 (40.) an, auch weil Saarlouis in dieser Phase mehrfach am Torgebälk scheiterte, in Unterzahl agieren musste und auch weiter in der Abwehr nie den richtigen Zugriff fand. Die Mannschaft von Philipp Kessler kämpfte – aber mit stumpfen Waffen. So nahm die Partie ihren Lauf und war beim 23:16 (43.) eigentlich entschieden, zumal wenig später Peter Walz nach einem Foul mit Rot vom Feld musste. Und auch, wenn der wieder in den Kasten gewechselte Pat Schulz nun noch einige Paraden beisteuerte, am Gesamtergebnis änderte sich nichts mehr.

Der Sieg, so gratulierte nach der Partie Philipp Kessler seinem Gegenüber Tobias Job, war letztendlich verdient. Er haderte dabei vor allem mit der Defensiv-Leistung seiner Jungs.

Statistik HGS: Schulz (10 Paraden, 1 Siebenmeter), Jonczyk (4 Paraden), Hartz 7, Wirtz 6/1, Leist 3/1, Grbavac 3, Walz 2, Louis 2, Kreis 1, Kurotschkin 1.

Siebenmeter: HGS 2/4, TSG 5/6

Zeitstrafen in Minuten: HGS 10 (rote Karte P.Walz), TSG 12

Zuschauer: 450