Zu viele Fehler, zu wenig Gegenwehr

HGS unterliegt beim Aufsteiger Rhein Vikings 19:28 (11:13)

Viele technische Fehler, klare Torchancen vergeben: obwohl die HGS in der ersten Hälfte eigentlich das bessere Team war, sich Chancen erarbeitete, konnte die Mannschaft nichts daraus machen. Das drückte auf die Moral und so kamen die Aufsteiger aus Düsseldorf/Neuss in den zweiten 30 Minuten vor 924 Zuschauern immer besser ins Spiel, nutzten vor allem durch ihr Spiel über den Kreis ihre Chancen konsequent und standen in der Abwehr mit einem guten Vladimir Bozic im Kasten immer stabiler. Die Konsequenz: Erneut eine klare 19:28 (11:13)-Auswärts-Niederlage für Saarlouis.

 

Als die Rhein Vikings nach gut 12 Minuten beim 6:4 zu ersten Mal mit 2 Toren in Führung gehen konnten, deutete sich bereits an, dass das heute für die Saarländer wieder kein besonders guter Tag werden sollte. Trotz leichter Fehler und vergebener Gelegenheiten hielt man die Partie zumindest offen, auch weil Pat Schulz ordentlich hielt. Allein die Vikings gaben die Führung nicht mehr aus der Hand. Immer wenn Saarlouis auf einen Treffer herankam, konnten Hoße, Coric und Co. nachlegen. Der 11:13-Pausenrückstand ließ für die zweite Spielhälfte dennoch alles offen.

 

Aber statt mit dem ersten Angriff erneut den Anschluss-Treffer zu markieren, scheiterte die HG an Bozic und kassierte im Gegenzug das 11:14. Engels und Jerome Müller sorgten in der Folge noch einmal für den Anschluss (14:13), doch das wars dann auch. Vorentscheidend waren die folgenden 6 Minuten: Als beim zwischenzeitlichen 17:14 Lars Weissgeber einen Siebenmeter vergibt, Michael Schulz an Bozic scheitert und Christian Hoße vom Siebenmeterpunkt das Ergebnis auf 19:14 (40.) stellt, verliert die HG immer mehr den Faden. Beim 19:16 (44.) haben die Gäste nochmals einen Hoffnungsschimmer, doch als ihnen in der Folge zunächst kein weiteres Tor gelingt, macht sich immer mehr Frust breit. Die Vikings können auf 23:16 (52.) erhöhen und damit ist die Niederlage besiegelt.

 

Einstellung, Bereitschaft und zu wenig Gegenwehr: Das seien die Dinge, so der neue HGS-Coach nach dem Spiel in Düsseldorf, an denen hart gearbeitet werden müsse. Darin sieht Philipp Kessler seine Aufgabe in den nächsten Tagen und Wochen. Und damit will er gleich morgen, Montag anfangen, denn er hat die Jungs zum Training und zur Video-Analyse einbestellt.

 

Statistik HGS: P. Schulz (13 Paraden, 1x 7m), Jonczyk, Kreis 1, Leist, Kolodziej 1, Murawski, Weissgerber 3/1, Muller 1, Müller 5, Andersson 2, M. Schulz 2, Polydore, Engels 3, Noll 1