Schwacher Start,

guter Kampf, clevere Eulen

Friesenheim hat am Ende im Saar-Pfalz-Derby verdient gewonnen

 

Keine Weihnachts-Bescherung gabs am 2. Feiertag für die HG Saarlouis: Gegen personell dezimierte Eulen aus Friesenheim gab es eine 27:32-Niederlage. 1400 Zuschauer, darunter ein starkes und lautstarkes Kontingent im Gästeblock, erlebten ein „verrücktes Handballspiel“ (TSG-Coach Benjamin Matschke), mit zwei unterschiedlichen Spielhälften.

 

Saarlouis fand in der Anfangsphase überhaupt nicht in die Partie. Als die Saarländer zum ersten Mal Gäste-Goalie Peribono von der Siebenmeterlinie überwinden konnten, waren elf Minuten gespielt und Grimm und Co hatten schon sieben Mal getroffen. Schon zwei Auszeiten hatte Jörg Bohrmann da genommen, aber so richtig geholfen hatten die auch nicht. Fehler vorne und hinten und clever agierende Eulen ließen bis zur Halbzeit (9:15) nicht viel zu.

 

In der Kabine der Saarländer wurde es in der Pause laut und das Team kam mit einer anderen Einstellung zurück auf die Platte. Vor allem Kapitän Jonas Faulenbach und Kämpfer Peter Walz marschierten jetzt voran und als Marcel Engels in Unterzahl zum 18:18 (41) ausgleichen konnte, war auch die Saarlouiser Halle in gewohnter Lautstärke da.

 

Das Spiel stand auf Messers Schneide, als Martin Murawski, der zu diesem Zeitpunkt stark auf der Einserposition im offensiven Defensivverbund agierte, die rote Karte erhielt. „Wir haben danach dort nicht mehr die richtige Alternative gefunden.“, so Jörg Bohrmann in seiner Analyse.

 

Trotzdem war die Phase danach die stärkste der Gastgeber. Auch im Spiel 4 gegen 6 ließen sich die Jungs nicht unterkriegen und acht MInuten vor dem Ende markierte Lars Weissgerber vom Punkt die erste Führung der HG zum 23:22.

 

Auf der Uhr waren noch sieben Minuten zu spielen, als die Gäste beim 25:25 wieder gleichauf waren und ihre beiden besten Akteure Weber und Schmidt ihre Farben wieder in Front brachten (25:26). Saarlouis kam zwar nochmals auf 26:27 in Schlagdistanz, ließ sich dann aber in den letzten Minuten mit offener Deckung gleich mehrfach überrennen. So mussten die Gastgeber am Ende eine Niederlage quittieren, die, wie Matschke hinterher meinte, zwar um einige Tore zu hoch ausgefallen, letztendlich aber absolut verdient war.

Saarlouis ist nun nicht mehr nur dabei, sondern wieder mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Jörg Bohrmann kündigte schon mal einen „harten Januar“ an für seine Jungs, denn ab Februar sollen dann die Punkte geholt werden, die man zum Klassenerhalt braucht.

 

Tore HGS: Faulenbach 7, Weissgerber 7/5, Walz 5, Meoki 3, Polydore 3, Engels 1, Murawski 1

 

Zweistrafen in Minuten: HGS 14, TSG 12

 

Siebenmeter: HGS 5/6, TSG 1/1

 

Zuschauer: 1400

 

Schiedsrichter: Linker/Schmidt