Schmerzliche Heim-Niederlage

HG Saarlouis verliert gegen Aue 23:24 (12:8) – Entscheidung 4 Sekunden vor Schluss

 

„Das tat weh“, resümierte HGS-Coach Jörg Bohrmann am Sonntag nach der hauchdünnen 23:24 (12:8)-Heim-Niederlage von Saarlouis gegen den EHV Aue. 47 Minuten lang hatten die Gastgeber vor 1270 Zuschauern in der Arena Stadtgartenhalle alles im Griff, führten aufgrund einer Top-Abwehrleistung noch mit 20:16. Doch dann kam der Einbruch. Bei Saarlouis lief bis 5 Minuten vor Schluss m Angriff nichts mehr und Aue nutzte die Schwäche der Gastgeber gnadenlos mit einem 6:0-Lauf aus und führte 20:22. Doch Saarlouis kam noch mal zurück, Jonas Faulenbach glich mit einem Doppelschlag aus (23:23) und die Erzgebirgler hatten den letzten Angriff. 4 Sekunden vor Schluss traf Bornhorn zum 23:24. „Diesmal haben wir am Ende das Quäntchen Glück gehabt“, war Aue-Coach Maik Handschke nach dem Kampfspiel glücklich über den ersten Auswärtssieg des EHV.

 

Mit einem kampfbetonten Spiel hatten am Sonntag beide Seiten gerechnet. Saarlouis spielte wie schon am Freitag in Ferndorf eine aggressive offensive Deckung. Trotzdem führten die Gäste nach 6 Minuten 3:1. Drei Minuten später netzte Peter Walz zum 4:3 ein und von da an übernahm die HG das Kommando und baute ihren Vorsprung bis zur 24. Minute auf 10:6 aus. Der EHV ließ sich aber nicht weiter abschütteln, hatte es zweimal auf der Hand mit freien Bällen vor Pat Schulz den Abstand zu verringern. Doch der Saarlouiser Torwart parierte toll. Und darauf aufbauen stellten Jeome Müller und Lars Weissgerber auf 12:8 zum Seitenwechsel.

 

Auch nach der Pause kamen die Gastgeber noch ganz gut in die zweite Spielhälfte. Jonas Faulenbach erhöhte auf 13:8 und in der Folge blieben die Saarländer immer am Drücker, auch wenn so manches nicht klappte. Deshalb wurde der Vorsprung auch nicht deutlicher. Und so etwas rächt sich am Ende. Der Vier-Tore-Vorsprung hielt bis zur 47. Spielminute, als Ibai Meoki zum 20:16 traf. Doch dann riss der Faden. Das kräftezehrende Defensivspiel der HGS forderte nun seinen Tribut. Im Angriff wurde die Fehlerquote höher, will sagen, in den folgenden sieben Minuten gelang der HG kein Treffer mehr. Aue nutzte das zu einem 6:0-Lauf mit einem Dreierpack von Gregor Remke abgeschlossen, und übernahm mit 20:22 das Heft des Handelns. Saarlouis stemmte sich nochmals gegen die drohende Niederlage, konnte mit einem Faulenbach-Doppelschlag knapp zwei Minuten vor Schluss beim 23:23 wieder ausgleichen. Kurz darauf hat die HG sogar die Führung auf der Hand, doch Robert Wetzel pariert. Die Sekunden bis zum Ende spielt der EHV clever und vier Sekunden vor Schluss nimmt Bornhorn das Herz und das Leder in die Hand und erzielt den Führungstreffer.

 

Saarlouis kann nicht mehr kontern und muss eine bitter Niederlage quittieren, zumal die kommenden Aufgaben mit langen Reisen richtig schwer werden.

 

Tore HGS: Faulenbach 8, Müller 5, Meoki 4, Weissgerber 3/1, Walz 3

 

Tore EHV: Runnarsson 4, Remke 4, Pechstein 3/1, Sigtryggsson 3, Meinhardt 2, Roch 2, Bornhorn 2, Faith 2, Gunnarsson 2

 

Siebenmeter: HGS 1/1, EHV 1/1

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 8, EHV 4 (Disqualifikation Mägi, 15:50, Tätlichkeit)

 

Zuschauer: 1270

 

Schiedsrichter: Buttke/Clausing