Das Phantom-Tor

Offensichtlich falsche „Tatsachen-Entscheidung“ hat Bestand

Es ist der Aufreger des Wochenendes im Spiel der HGS gegen Balingen: Das „Phantom-Tor“ in der 1. Halbzeit. Reklamationen während und nach dem Spiel wurden von den Zeitnehmern zurück gewiesen. Ein Video-Beweis wird von der Sportgerichtsbarkeit des DHB nicht zugelassen. Folglich bleibt es bei der offensichtlich falschen „Tatsachen-Entscheidung“ von Zeitnehmer und Sekretär Der Rechtsweg danach ist ausgeschlossen.

Dennoch wollen wir hier aufzeigen, wie das gelaufen ist:

Beim Spielstand von 8:6 gibt es in Spielminute 15:43 einen Siebenmeter für Balingen, den der Spieler Julian Thomann klar erkennbar über das Tor hebt. Die Schiedsrichter erkennen auf „Tor ab“. Das ist vom Sekretär korrekt im Spielbericht eingetragen. Der Zeitnehmer allerdings „sieht“ wohl ein Tor und stellt die Hallen-Anzeige auf 8:7 (im Video zu sehen, als HGS-Torwart Pat Schulz den Ball wieder ins Spiel bringt).

Danach taucht im Spielbericht (17:47 Minute) ein Phantom-Treffer des Spielers Tobias Heinzelmann zum 8:7 auf, das es dem Video zu Folge nicht gegeben hat. Auch den nächsten Treffer für Balingen erzielt laut Spielbericht Heinzelmann (Minute 18:24), tatsächlich wurde der Treffer aber von dem Spieler Thomann erzielt.

Auf dem Video ist zu erkennen, dass Balingen ab dem vergebenen Siebenmeter nur noch 6 reguläre Tore erzielt, während im offiziellen Spielbericht sieben Treffer ausgewiesen werden.