40 Minuten ganz souverän

Ligapokal: HG Saarlouis holt klaren und verdienten 24:19-Sieg in Gensungen

Saarlouis/Gensungen. In der Abwehr gut gestanden und gekämpft, Pat Schulz mit guter Leistung und in in der Offensive viele Angriffe „auf den Punkt“ gespielt. Das war am Donnerstag ein gelungener Auftritt der HGS, bis zur 41. Minute sogar wieder souverän, beim 24:19 (14:9)-Auswärtssieg im Liga-Pokal-Spiel in Gensungen.

 

„Die Jungs haben das umgesetzt, was wir uns in der letzten Woche erarbeitet haben und die aggressive 3-2-1-Deckungsvariante war gegen die Gastgeber die richtige Lösung.“ Der „werdende Papa“ Philipp Kessler, der aufgrund der langen Fahrt und der Möglichkeit, dass er die Geburt seines ersten Kindes verpassen könnte, hatte sich die Live-Übertragung bei Sportdeutschland.TV angesehen und war mit dem, was er sah ganz zufrieden.

Sein Stellvertreter auf der Bank in Gensungen, der Sportliche Leiter Mathias Ecker, freute sich vor allem über die kämpferische Einstellung, die Lars Walz vorbildlich verkörpert habe. Lob hatte er aber auch für Torwart Pat Schulz, der mit 14 Paraden glänzte, und für Tom Paetow, der das Spiel vorne lenkte.

 

Gefahr ging am späten Donnerstagnachmittag von allen HGS-Offensiv-Position aus – außer vom Siebenmeter-Punkt. Mit vier verschossenen Strafwürfen versaute das Team sich die Quote und letztlich auch einen noch deutlicheren Erfolg. Die Saarländer übernahmen nach fünf ausgeglichenen Anfangsminuten (2:2) das Kommando in der Halle. Mit blitzsauberen Treffern von Marko Grgic und Lars Walz wurden die Grundlagen gelegt.  Zwischen der 15. und 20. Minute mit einem doppelten Doppelschlag von Tom Paetow und Marcel Becker konnte sich die HGS  vorentscheidend auf 10:5 absetzen. Gensungen fand kaum Mittel gegen die gute offensiv-aggrassive HGS-Abwehr und rannte in der Folge diesem Rückstand permanent hinterher.

 

Nach dem Seitenwechsel blieben die Saarländer die klar bessere Mannschaft, bauten ihr Führung bis zu 41. Minute auf 11:19 aus. Und im Gefühl, dass man die Sache im Sack habe, schlichen sich Unkonzentriertheit im Abschluss ein und damit machte man den gute Genesunger Schlussmann Lukas Voß immer stärker. Allein vier Siebenmeter konnte er abwehren. Im Ergebnis schlichen sich die Gastgeber langsam wieder ran. Nach 56 Spielminuten war der Vorsprung der Gäste auf 21:18 geschrumpft. Tom Paetow, und Marcel Becker erhöhten schließlich auf 24:18 und machten damit den Sack zu.

 

Fazit von Mathias Ecker: „Wir hätten die Partie früher und deutlicher entscheiden können, aber das war dann doch ein ganz anderer Auftritt als zuletzt nach der Quarantäne-Zwangspause. An die Leistung von Gensungen wollen wir am Samstag in der Stadtgartenhalle anknüpfen und mit einem Sieg gegen Kirchzell nachlegen.“

 

Statistik HGS: Schulz 14 Paraden, Hein 2 Paraden (1x 7m), Paetow 7/1, Becker 4, Grgic 4, Leist 4/2, Walz 3, Kurotschkin 2

Siebenmeter: HGS 3/7, ESG 3/4

Zeitstrafen in Minuten: HGS 2, ESG 6