In der Defensive hapert`s noch

HG Saarlouis verliert Pokal-Runden-Auftakt-Spiel gegen Gelnhausen 32:35 (15:18)

 

Saarlouis. Wenn man 32 Treffer erzielt, sollte man ein Handballspiel eigentlich auch gewinnen. Am Samstagabend beim Auftakt der Pokal-Quali-Runde der Drittligisten war das aus Sicht der HG Saarlouis aber nicht so. Gegner Gelnhausen traf nämlich 35 mal und holte sich damit im ersten Spiel nach langer Pause verdient den ersten Sieg.

 

„32 Tore sollten eigentlich reichen, um zu gewinnen. Aber wenn die Torhüter-Leistung nicht wie gewohnt da ist und der gesamte Defensiv-Verbund nicht das abrufen konnte, was wir uns vorgenommen hatten,  dann reicht es eben nicht.“ Für HGS-Coach Philipp Kessler waren das und die Tatsache, dass das Team längst noch nicht eingespielt ist, die Gründe für diese Auftakt-Niederlage. „Wir sind trotzdem froh nach fünf Monaten Pause zurück zu sein.“, fasste Kessler zusammen und bei aller Kritik am Defensiv-Verhalten könne man mit der Angriffsleistung durchaus zufrieden sein. Das gelte insbesondere für die junge Garde: Marko Grgic, Konrad Wagner und Elias Noh hätten ihren Job sehr gut gemacht.

 

Saarlouis begann in der Stadtgartenhalle ganz ordentlich. Tom Paetow, Marko Grgic und Philipp Leist sorgten für klare Akzente in der Offensive und die Gastgeber hatten die Partie vermeintlich im Griff. Gelnhausen ließ sich aber nicht wirklich abhängen, war mit seinen schnellen wendigen Angreifern und dem wuchtigen Kreisläufer Björn Pape immer gefährlich und hielt Anschluss, auch weil HGS-Torhüter Pat Schulz viel Pech hatte, an einigen Bällen dran war, aber die Gegentreffer letztendlich doch noch durchrutschten. Über 3:1 (5.), 5:3 (8.) und 7:4 (10.) behauptete Saarlouis trotzdem einen knappen Vorsprung.

 

Der hielt bis zur 14. Minute (10:8). Während Gelnhausen jetzt immer besser ins Spiel kam, verloren die Gastgeber den Faden, produzierten Fehler, die die Gäste mit Gegenstößen in erster und zweiter Welle konsequent nutzen und beim 10:11 (17.) HGS-Coach Kessler zur ersten Auszeit zwangen. Doch Saarlouis fand nicht mehr zurück zur Leichtigkeit und Spielfreude der Anfangsminuten. Welches Personal Kessler auch auf die Platte schickte, es wurde immer klarer, dass die Gäste die Oberhand gewonnen hatten. Mit 15:18 gingen die Teams in die Pause.

 

Die HGS kam offenkundig mit neuem Mut zurück auf die Platte. In knapp zweieinhalb Minuten egalisierten Kurotschkin, Laurent und Marko Grgic den Vorsprung der Gäste (18:18, 33.), doch die behielten ihrerseits kühlen Kopf und heisses Herz, ließen es nicht zu, dass Saarlouis dem Spiel nochmals eine Wende geben konnte. Allerdings wehrte sich der Gastgeber, hielt bis zum 26:27 (49.) durch Elias Noh zumindest den Anschluss. Als Gelnhausen dann aber zehn Minuten vor Schluss auf 26:30 wegzog, war die Partie vorzeitig entschieden.

 

Kessler Bilanz nach dieser ersten Partie: „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen und wir wollen diese Quali-Runde vor allem dafür nutzen, uns einzuspielen und die Jungen zu integrieren. Und wir wollen natürlich auch Spiele gewinnen. Aber das kommt…“

 

Statistik HGS: Schulz (4 Paraden), Jonczyk (4 Paraden), Leist 8/4, Grgic 6, Paetow 5, Noh 3, Hoffmann 2, Louis 2, Thierry 2, Laurent 2, Kurotschkin 1, Walz 1

Siebenmeter: HGS 4/4, TVG 5/5

Zeitstrafen in Minuten: HGS 8, TVG 4