HGS trotz Steigerung mit leeren Händen

Beim heimstarken Tabellensechsten gab es eine 28:32 (14:17)-Niederlage

 

„Beim 26:24 verpassen wir es, den Anschlusstreffer zu erzielen. Da waren wir nicht clever genug.“ Das war am Samstagabend in der Westpress Arena gegen den heimstarken Tabellensechsten ASV Hamm das, was HGS-Trainer Philipp Kessler richtig geärgert hat. Ansonsten hat sich das Team vor 1700 Zuschauern in der Arena ordentlich verkauft und eine Leistungssteigerung gezeigt.

 

So richtig ins Spiel fanden die Saarländer zu Beginn nicht. Die 3:0-Führung der Gastgeber konnte man bis zur 7. Spielminute in ein 3:2 umwandeln, danach wurden im Angriff aber wieder Bälle leichtfertig vergeben. Hamm bestraft die Fehler der Saarländer gnadenlos und erhöhte bis zur 12. Spielminute auf 7:2. Es lief nicht rund, Philipp Kessler wechselte durch und brachte mit Arthur Muller mehr Gefahr in die Angriffsbemühungen. In der Folge wächst der Vorsprung der Gastgeber nicht weiter und als Jerome Müller zum 17:14-Pausenstand einnetzt, bleibt die Hoffnung, dass da auch noch mal was gehen könnte.

 

Die erste verpasste Gelegenheit, für größere Unsicherheit in den Reihen der Westfalen zu sorgen, schenkt nach dem Seitenwechsel Lars Weissgerber her, als er mit seinem 3. Siebenmeter an Gregor Lorger scheitert und der bärenstarke Christoph Neuhold im Gegenzug das Ergebnis auf 19:14 stellt. Saarlouis kämpft auch in der Folge um jeden Ball, kann aber Neuhold und Linksaussen Papadopoulos überhaupt nicht kontrollieren. Die beiden zusammen machen 22 der 32 Tore des ASV.

 

Noch zehn Minuten sind zu spielen, als Michael Schulz im Tempogegenstoß das Ergebnis auf 26:24 stellt – aber näher kommen die Saarländer nicht mehr heran. Der ASV hat auf alle Bemühungen der Gäste eine passende Anwort und gewinnt schließlich verdient und sicher.

 

„Die Einstellung und die Leistungsbereitschaft von heute brauchen wir auch in den kommenden Partien, dann werden auch die Punkte kommen.“, bilanzierte Kessler, der am Ende ein bischen der verpassten Chance hinterher trauerte: „Es wäre heute auch was drin gewesen…“ Am kommenden Wochenende geht es nach Wilhelmshaven – und da möchte man sich am Ende auch belohnen.

 

Statistik HGS: Schulz (2 Paraden), Jonczyk (3 Paraden), Kreis, Leist 2, Kolodziej 4, Murawski 2, Weissgerber 3/2, Barkow 2, Muller 4, Müller 6, Andersson 1, M. Schulz 2, Polydore, Engels, Noll 2

 

Statistik ASV: Stobeck (5 Par.), Lorger (4 Par., 7m gegen Weissgerber), Blohme 3, Huesmann, Brosch, Fuchs 1, Fridgeiersson 3, Schwabe, Krieg, Gudat, Papadopoulos 13/7, Zintel 1, Possehl 2, Neuhold 9.

 

Siebenmeter: HGS 2 / 3, ASV 7/7

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, ASV 8

 

Zuschauer: 1706

 

Schiedsrichter: Borschardt/Grude