Zweite Heimniederlage
Von: Peter WagnerHGS gibt das Spiel in den letzten fünf Minuten aus der Hand - TV Bittenfeld gewinnt 28:30 (14:14) in der Stadtgartenhalle
Saarlouis. Vergeigt haben sie es erst ganz zum Ende. 55 Minuten lang sahen die 1500 Zuschauer in der Stadtgartenhalle eine ausgeglichene Partie. Beide Teams schenkten sich nichts, beide waren gleichwertig. Merfach versäumten es die Saarländer aus einem Zwei-Tor-Vorsprung Kapital zu schlagen und sich weiter abzusetzen.
Es waren die Konzentrationsschwächen im Angriff, es war das fehlende letzte Fünkchen Entschlossenheit, das an diesem Abend allenfalls Jonathan Julvecourt und Kapitän Dado Grgic an den Tag legten. Daniel Fontaine, der die ganze Woche krank war, fand nie zu seinem Spiel und am Kreis waren weder Ingars Dude noch Bartosz Janiszewski wirklich durchsetzungsstark. So war am Ende die 28:30 (14:14)-Heimniederlage nur eine logische Konsequenz mehrerer Faktoren in einem auch aufgrund vieler Unterbrechungen eher zerfahrenen Spiel.
Die Enttäuschung stand den Spielern und auch ihrem Trainer Andre Gulbicki nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Der Coach sinnierte über psychologische Probleme im Blick auf die erneut weniger gute Angriffsleistung seine Mannschaft.
Wenn Andre Lohrbach zwei Minuten vor dem Ende mit seinem Gegenstoß nicht am starken Daniel Sdunek im Gästegehäuse gescheitert wäre, und zum 28:28 eingenetzt hätte, wenn Arnor Gunnersson nicht so ein todsicherer Siebenmeterschütze wäre (7/7), wenn es der HGS nur einmal gelungen wäre, auf drei Treffer davonzuziehen.... Alle Wenns und Aber nützen am Ende nichts. Bittenfeld hat mit einer kompakten Mannschaftsleistung und einem Klasse-Spielmacher Schweikardt den Saarländern die zweite Heimniederlage und die zweite Niederlage in Folge beigebracht.
„Vielleicht sind wir zu gut gestartet.“, überlegte Andre Gulbicki nach der Partie und „Wir können im Angriff viel besser spielen, als wir das zuletzt gezeigt haben. Und wenn ein Daniel Fontaine ausfällt und wenn vom Kreis nur ein einziges Törchen fällt, dann müssen wir uns fragen, woran das liegt.“
„Wir brauchen scheinbar mehr Druck, um besser zu spielen“, überlegte Gulbicki weiter und den hat das Team ja jetzt, denn die Mittelfeld-Mannschaften rücken von Spieltag zu Spieltag enger zusammen. Heute liegen zwischen Platz 6 und Platz 16 mal gerade drei Punkte – und das sollte eigentlich genug Druck sein, um an die Start-Leistungen anzuknüpfen.
Nächste Woche geht’s nach Dormagen und da ist schon die nächste Gelegenheit, wieder in die Spur zu kommen.
Tore HGS: Grgic 7, Julvecourt 7, Lohrbach 6/2, Fetser 3, Fontaine 2, Krings 1, Czertowicz 1, Dude 1
Tore TVB: Gunnarson 8/7, Baumgarten 6, Weiß 4, Schweikardt 4, Schimmelbauer 3, Schöbinger 3, Heib 1, Sigtrygsson 1
Siebenmeter: HGS 3/2, TVB 7/7
Zeitstrafen in Minuten: HGS 12, TVB 12
Schiedrichter: Immel/Klein


















