19. November 2011

Zu viele Fehlversuche

Von: Peter Wagner

HGS mit zu wenig "Zielwasser" - Bad Schwartau nach 33:28 (14:12) auf dem Weg aus dem Tabellenkeller

Bad Schwartau/Saarlouis.  Am Ende war das Ergbnis (33:28/14:12) vielleicht ein bischen zu hoch ausgefallen, denn in der Schwartauer Hansehalle erlebten fast 2000 Zuschauer bei der Partie VfL Bad Schwartau gegen die HG Saarlouis eigentlich zwei gleichwertige Teams. Einzig in der Chancenverwertung waren die Gastgeber besser. Mehr als 20 Versuche der Saarländer landeten eben nicht in den Maschen – und das machte im wesentlichen am Ende den Unterschied aus.

 

Der VfL Bad Schwartau jedenfalls scheint nach dem ersten Sie ünberhaupt in Nordhorn und mit diesem ersten Heimerfolg in der neuen Runde jetzt den Rhythmus gefunden zu haben. Sie haben nicht nur die „rote Laterne“ (zumindest bis heute) abgegeben, sondern sind offenkundig auch auf dem richtigen Weg aus dem Tabellenkeller.

Die HGS hatte wohl das „Zielwasser“ im Saarland vergessen. Wenn Rückraumshooter Daniel Fontaine seinen ersten von nur drei Treffer erst nach der Pause erzielen konnte, dann ist das Beleg genug für die Probleme der HGS im hohen Norden.

 

Bis zu 21. Spielminute in Halbzeit 1 war die Partie völlig ausgeglichen (9:9) und erst, nachdem die HG-Angreifer gleich zweimal in Folge scheitertn, konnten sich die Marmeladenstädter mit zwei Treffern auf 11:9 absetzen.  Andre Gulbicki zückte zum ersten Mal den grünen Karton, nahm eine Auszeit.  Doch bis zum Pausenpfiff nutzte das nix . Die Gastgeber hielten ihren knappen Vorsprung . 14:12 stand es beim Seitenwechsel.

 

Bei der HG keimte nach Wiederanpfiff so etwas wie Hoffnung auf, weil es dem Team um den guten Kapitän Dado Grgic gelang, innerhalb von nur vier Minuten zum 16:16 auszugleichen. Doch die Funke hielt nur kurz. Insbesondere Jan Schult und Toni Podpolinski waren von der eigentlich ordentlich stehenden Deckung der Saarländer nicht auszuschalten. Die Nordlichter legten wieder vor, die HG aber ließ sich noch nicht abschütteln, war beim 21:21 (44.) und beim 23:23 (47.) wieder auf Augenhöhe. Die Vorentscheidung fiel dann in den folgenden acht Minuten. Während Schwartau in dieser Zeit 6 mal traf, gelang das den Saarländern nur 2 mal. 29:25 fünf Minuten vor dem Ende: damit war der „Kuchen gegessen“, die Niederlage nicht mehr abzuwenden.

 

Für die HGS heißt das jetzt, am kommenden Wochenende zu Hause gegen Bittenfeld auf dem Pluskonto wieder nachzulegen.  Und da wird dann auch Daniel Fontaine sicher wieder „normal“ treffen.

 

HG-Manager Richard Jungmann hatte am Samstag nach der Heimkehr die Enttäuschung schon überwunden und fand sogar wieder Positives: „Es hat sich keiner verletzt, Dirk Holzner kann wieder spielen und Philipp Leist wird in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen.“

 

Tore HGS: Grgic 6/2, Julvecourt 5, Dude 4, Fontaine 3, Holzner 3, Czertowicz 2, Lohrbach 2, Fetser 2, Krings 1

Siebenmeter: HGS 2/2, VfL 1/1

Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, VfL 4

Schiedsrichter: Fratczak/Ribeiro

Zuschauer: 1958

 

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