28. Mai 2011

"WIR SIND DRIN"

Von: Peter Wagner

HG Saarlouis schafft mit 2. Sieg gegen Leutershausen (35:34 /21:16) Qualifikation für die neue eingleisige 2. Bundesliga - 2000 Fans feiern mit der Mannschaft

Saarlouis.  So schreibt man Vereinsgeschichte: Die Mannschaft der HG Saarlouis hat in einem grandiosen Endspurt in der Liga und in der Relegation am Ende verdient den Sprung in die neue eingleisige 2. Bundesliga geschafft und gehört damit zu den 38 besten Handballmannschaften in Deutschland.

 

Der grandiose Endspurt in der Liga mit dem Auswärtserfolg in Haslach, dem herausragenden Heimieg über den TV Hüttenberg und zwei Relegationsspielen gegen einen bärenstarken und hoch motivierten Dritt-Liga-Meister SG Leutershausen wurde am Ende mit dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte belohnt. Am Ende feierten die Mannschaft und die  2000 „geilsten Fans der Liga“ in der „grünen Hölle“ Stadtgartenhalle einen knappen, letztlich aber hochverdienten 2. Sieg (35:34/21:16) gegen die traditionsreiche  SG Leutershausen und damit den Einzug in die eingleisige 2. Liga.

Leutershausen hat dem Zweitligisten wie schon im ersten Spiel am letzten Dienstag alles abverlangt. Dabei erlebten die 2000 überwiegend grün gekleideten Saarländer eigentlich ein Spiegelbild des ersten Relegationsspiels - nur mit umgekehrten Vorzeichen. Hatte am Dienstag die SGL Halbzeit 1 dominiert, zeigte Saarlouis im zweiten Spiel von Anfang an, wer der Herr im Hause ist.  Nach 13 Minuten führte Saarlouis vor allem durch die Treffer von Daniel Fontaine erstmals mit 2 Toren (8:6). Beim 12:6 (19.) zeigte sich auch die andere Rückraumseite von ihrer besten Seite: Linkshänder Jakub Balaz versenkte seinen ersten von sechs Bällen in den Maschen. Saarlouis traf nun fast im Minutentakt und führte zur Pause bereits mit 21:16.

Und ähnlich wie Saarlouis im Hinspiel, so kam Leutershausen mit mehr Dampf aus der Kabine.  Benjamin Prestel und Daniel Häussler sorgten dafür, dass die SGL wieder auf 23:21 (37.) herankam. Doch das wars dann zunächst einmal. Saarlouis berappelte sich und hatte beim 30:25 eine Viertelstunde vor Schluss wieder alles im Griff - aber noch lange nicht gewonnen. Leutershausen ließ sich zu keiner Zeit hängen, kämpfte und rackerte ohne Pause und verlangte dem Zweitligisten alles ab. Beim 32:26 (49.) deutete noch alles auf einen klaren Erfolg der Gastgeber hin. Aber wie gesagt: die roten Teufel kämpften unermüdlich weiter, während bei den Gastgebern Konzentration und Kraft nachließen. Mit drei Toren in Folge nach dem  33:29 gelang der SGL der Anschlusstreffer (33:32) und HGS-Coach Andre Gulbicki nahm seine letzte Auszeit. Nur noch drei Minuten, das müsste doch mit dem Teufel zugehen....

Ein „roter Teufel“  spielte dann tatsächlich kräftig mit: Hannes Volk machte den von den 150 Mitgereisten „Hausener“ Fans umjubelten 33:33-Ausgleich und wirft wenig später Janiszewski gezielt den Ball in den Unterleib, so dass er, wie schon im Hinspiel, die rote Karte sah. 34 Sekunden vor dem Abpfiff gleicht Müller erneut aus (34:34) und den Schlusspunkt setzt dann der Kapitän der HGS,  Danijel Grgic. Er hämmert den Ball zum 35:34-Endstand in die Maschen. Geschafft. Der Rest ist Sekt-Dusche und Jubel.  Bis tief in die Nacht feiert die HGS den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte.

Und ab Montag beginnt für die Vereinsführung dann die Vorbereitung auf die nächste Saison.  Während Trainer und Mannschaft ihren wohlverdienten Urlaub antreten,  gilt es für die Verantwortlichen eine ganze Reihe von Entscheidungen zu treffen, damit man in der kommenden Saison eine konkurrenzfähige Mannschaft ins Rennen schicken kann.

 

Tore HGS: Fontaine 9, Grgic 8/2,  Wischniewski 7, Balaz 6, Holzner 3/1, Lohrbach 1, Janiszewski 1

Tore SGL:  Prestel 8/6, Häussler 7, Müller 6, Wetzel 4, Conrad 3, Schubert 2, Volk 2, Spilger 1, Gunst 1

Siebenmeter: HGS 4/3, SGL 7/6

Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, SGL 10 (rote Karte Volk)

Schiedsrichter: Damian/Wenz

 

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