19. März 2010

Wir haben keine Chance - nutzen wir sie!

Von: Peter Wagner

Lassen sich die Löwen auch im eigenen Käfig bändigen? - HGS am Samstag beim Bergischen HC - Nächstes Heimspiel schon am Mittwoch gegen Frankfurt

Saarlouis/Wuppertal. Die einen zählen zum Spitzen-Quartett der Liga und machen sich durchaus berechtigte Hoffnungen, den Relegations-Platz in Sachen Aufstieg zu erreichen - die anderen stemmen sich mit aller Macht gegen den Abstiegsstrudel. Die HG Saarlouis reist am Samstag zu den Bergischen Löwen nach Wuppertal. Geht man allein nach dem Tabellenstand, dann ist das Ganze eine klare Sache. Aber die Saarländer haben die Bergischen Löwen in der Hinrunde schon einmal mit 35:32 geschlagen und auch zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison war die Tabellensituation der HGS nicht rosig.

Zwischenzeitlich hat sich einiges geändert. Der BHC hat sich mit HaDe Schmitz einen neuen Trainer geholt, dessen Handschrift die Mannschaft um Jiri Vitek sehr schnell auf der Platte gezeigt hat. Das Team hat sich vorne festgebissen und rechnet sich durchaus Chancen aus, im Konzert mit Friesenheim, Bittenfeld und Hüttenberg einen wichtigen Part in Sachen Aufstieg spielen zu können. Allerdings wird in der Partie am Samstag (18.15 Uhr) in der Bayer Sporthalle Wuppertal Chef-Geiger Jiri Vitek voraussichtlich fehlen.

Trotzdem wollen die Löwen Revanche für die Hinspiel-Niederlage nehmen und das vor allem auch mit einer intensiven Deckungsarbeit gegen den immer noch torhungrigsten Angriff der Liga (800 Treffer). Dabei werden sich die BHCler sicherlich auch und vor allem um Löwen-Bändiger Dado Grgic kümmern, der im Hinspiel allein 18 Treffer zum Heimsieg seiner HGS beigesteuert hatte.

Bei den Saarländern lassen sich die letzten vier Spiele mit Pleiten, Pech und Pannen überschreiben: Pleiten deshalb, weil es vier Niederlagen in Folge gegeben hat und man damit der Abstiegszone bedrohlich nahe gekommen ist. Pech deshalb, weil die Verletzten-Misere mit dem Ausfall von vier Stammkräften nicht kompensiert werden konnte; und Pannen deshalb, weil in allen vier Spielen in entscheidenden Phasen wichtige Treffer nicht gemacht wurden. So beispielsweise in der letzten Partie gegen Groß-Bieberau, als der 5-Tore-Pausenvorsprung hergeschenkt wurde und man am Ende wie schon gegen Aue mit leeren Händen dastand.

Nachdem sich nun aber das HGS-Lazarett wieder etwas gelichtet hat, Kropp, Altmeyer und Kühn sind wieder an Bord, will das Team in Wuppertal die eigentlich nicht vorhandene Chance  nutzen.

Die nächste Heimpartie steht schon am kommenden Mittwoch auf dem Plan. Gegen die HSG FranfurtRheinMain (Anwurf Stadtgartenhalle 20.00 Uhr) gilt es dann, die Stadtgartenhalle wieder zur Festung zu machen.

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