"Wenn nicht jetzt, wann dann..."
Von: Peter WagnerHG Saarlouis erwartet angeschlagene "Eulen" zum Punktspiel in der Stadtgartenhalle
Saarlouis. "Wenn nicht jetzt, wann dann..." Gemeint ist damit natürlich ein erster Heim-Erfolg gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim am Samstag, 19.30 Uhr, in der Stadtgartenhalle in Saarlouis. "Aber auch das wird wieder ein schwerer Brocken für uns - unabhängig davon, ob die Gäste nun ohne drei anreisen, oder nicht." HG-Coach Andre Gulbicki hat sein Team gut auf den Erstliga-Absteiger eingestellt und will die beiden Punkte natürlich in Saarlouis halten und den stabilen Platz im oberen Mittelfeld festigen.
Am Donnerstag hat Gulbicki sich bei seinem Freund Markus Gaugisch in einem langen Telefongespräch noch letzte Tipps geholt, denn der hat am letzten Mittwoch mit seinem TV Neuhausen in Friesenheim glatt gewonnen und sich an die Tabellenspitze katapultiert. Hinzu kam ein intensives Video-Studium des akribisch arbeitenden Trainers der HG-Saarlouis.
Der Erstliga-Absteiger aus Friesenheim hat derzeit richtige personelle Probleme. Gegen Neuhausen fehlten Thomas König gleich drei seiner Stammspieler im Rückraum (Veta, Backovic und Kogut). Das merkte man dem Spiel der Friesenheimer auch an und so ging das "Warm up ohne Drei" gründlich in die Hose. Und diese erste Heimniederlage schmerzt. Vor der Runde noch als Mannschaft in der Spitzengruppe gehandelt, trotz einem Komplett-Umbau, hat das Team die Erwartungen bislang nicht erfüllen können, steckt mit einem Punkteverhältnis von 9:9 im Mittelfeld fest.
"Trotz der möglichen Ausfälle ist Friesenheim für uns eine schwere Aufgabe", sagt Andre Gulbicki und warnt: "Angeschlagene Gegner sind oft die gefährlichsten." Seine Mannschaft müsse auch in dieser Partie wieder an die Grenzen gehen, um erfolgreich zu sein. Sorgen bereitete dem Saarlouiser Trainer dabei am Donnerstag die Krankmeldung seine Kreisläufers Ingars Dude. Der lettische Nationalspieler konnte aufgrund einer fiebrigen Erkältung nicht trainieren. Ob er am Samstag eingesetzt werden kann, wird sich wohl erst kurz vor der Partie entscheiden. Derweil macht Philipp Leist nach seiner OP gute Fortschritte. "Ich hoffe, dass ich in 14 Tagen wieder voll ins Training einsteigen kann", sagte der Rechtsaussen am Donnerstagabend. Bei der HGS hofft man, dass "Leisti" vielleicht noch in diesem Jahr wieder auf der Platte stehen kann.
"Wir haben eine gute Chance, Friesenheim zu Hause zu schlagen", lässt Andre Gulbicki auch Optimismus durchblicken. Vorletztes Jahr hatten die Saarländer als Liga-Neuling gegen den damaligen Aufsteiger in die beste Liga der Welt noch keine Chance. Heute sind die Voraussetzungen andere - also "wenn nicht jetzt, wann dann" .


















