18. Oktober 2014

Überraschungs-Coup: Saarlouis schlägt den Spitzenreiter

Peter Wagner

überragender Endspurt in heiß umkämpfter Partie bringt den verdienten 26:24 (11:12)-Sieg

Saarlous. Die Körperkulturellen aus Leipzig sind auch weiterhin Tabellenführer, die weisse Weste hat allerdings den ersten Fleck bekommen. In der Saarlouiser Stadtgartenhalle feierten am Samstagabend 1050 Fans den Überraschungs-Coup des Spieltages: Die Saarländer gewinnen das Kampfspiel gegen den haushohen Favoriten aus Sachsen mit einem überragenden Schlussspurt 26:24 (11:12). Und es war, wie DHfK-Coach Christian Prokop nach der Partie anerkannt, ein verdienter Sieg. Saarlouis habe am Ende mit mehr Druck und größerem Siegeswillen agiert.

 

Zu verlieren hatten Merten Krings, Patrick Schulz, Dirk Holzner und Co. in dieser Partie garnix. Und sie legten los, wie die Feuerwehr. Den 8:3-Vorsprung der Gastgeber nach gut 13 Minuten konnte auch die erste Auszeit von Prokop kurz zuvor nicht verhindern. Saarlouis schon auf der Siegerstraße? Falsch gedacht. In der Folgezeit schenkten die Gastgeber nicht nur freie Bälle ab, sondern scheiterten auch mehrfach am starken Leipziger Goalie Felix Storbeck. So konnten Neu-Nationalspieler Phillip Weber und seine Kameraden Tor um Tor aufholen. Viereinhalb Minuten vor dem Seitenwechsel versenkte eben dieser Weber einen Siebenmeter zum 9:9-Ausgleich. Neun Minuten lang hatte das Team von Goran Suton da nicht mehr getroffen. Kreisläufer Bartek Janiszewski beendete die Saarlouiser Torflaute mit der 10:9-Führung. Aber es lief nun nicht mehr so rund bei den Gastgebern. Trotzdem leuchtete knapp zwei Minuten vor der Pause weiter eine knappe Führung (11:10) von der Hallenuhr. Doch der Tabellenführer war nun richtig drin im Spiel und ein Doppelschlag von Boese und Roschek brachte eine psychologisch wichtige 11:12-Pausenführung für die Gäste.

 

37 Sekunden nach Wiederanpfiff hämmerte Max Emanuel das Leder zum 11:13 ins Netz und eine gute Zeiger-Umdrehung später auf der Hallenuhr, war der Vorsprung des Spitzenreiters auf 11:14 angewachsen. Diesen 3-Tore-Vorsprung verteidigten die Leipziger bis zur 40. Minute (14:17). Goran Suton legte den grünen Karton auf den Tisch, sortierte seine Reihen neu und die heisse Phase des Spiels begann. Saarlouis verkürzte auf 16:18, was nun Christian Prokop zu seiner nächsten Auszeit trieb.

 

Der Zwei-Tore-Vosprung hält bis zur 52. Minute (20:22). Als der starke Patrick Schulz im Saarlouiser Kasten den anschließenden Angriff der Gäste mit einer wichtigen Parade vereitelt, wittert Goran Suton die Chance, nimmt seine letzte Auszeit früh und stellt die Abwehr von der bis dahin sicher und gut stehenden aggressiven 6:0 auf die noch offensivere 5:1-Variante um, geht damit volles Risiko. Top-Scorer Dirk Holzner (9/2 Treffer) knallt das Leder zum 21:22-Anschluss in die Maschen. Doch Leipzig lässte ebenfalls nicht nach. Philipp Weber bringt seinen Kreisläufer Alen Milosevic in Position und der verwandelt sicher zur erneuten 2-Tore-Führung (21:23), Krings hält die Saarländer im Spiel: 22:23.

 

Noch stehen fünf Minuten auf der Uhr und in der Halle die ersten Fans auf den Bänken. Ohne Nerven versenkt Dirk Holzner seinen zweiten Siebenmeter zum 23:23-Ausgleich. Als Bartek Janiszewski  gut zweieinhalb Minuten vor Schluss sein Team erstmals wieder in Führung bringt (24:23) hält es in der Stadtgartenhalle keinen mehr auf seinem Platz. Christian Prokop hat noch eine Auszeit und nimmt sie. Noch ist alles drin. Ausgleich 24:24 durch Philipp Pöter. Noch 124 Sekunden. Saarlouis im Angriff. Und da steht nun Dirk Holzner auf der linken Rückraum-Position, fasst sich ein Herz steigt und hämmert das Leder zum 25:24 unter die Latte. Leipzig will schnell abschließen, der gute Max Emanuel scheitert an PAtrick Schulz und am Torgebälk und quasi mit der Schluss-Sirene markiert Jugend-Nationalspieler Lars Weissgerber von Rechtsaussen unter dem Jubel der Fans den 26:24-Endstand.

 

„Die Jungs haben gekämpft wie die Löwen“, bilanziert nach dem Spiel ein glücklicher grippekranker Goran Suton und sieht in Patrick Schulz („wichtige Paraden“), Spielgestalter Merten Krings („hat entscheidende Impulse gesetzt“) und Top-Scorer Dirk Holzner die Schlüsselspieler zu diesem Erfolg. 

 

Tore HGS: Holzner 9/2, Janisezwski 5, Krings 3, Riganas 3, Spiljak 2, Kessler 2, Weissgerber 1, Schulz 1

 

Tore Leipzig: Weber 6/3, Emanuel 4,  Pöter 3, Milosevic 2, Roschek 2, Boese 2,  Streitenberger 2, Krzikalla 2, Pechstein 1

 

Siebenmeter: HGS 2/2, DHfK 3/3

 

Zeitstrafen in Minuten: HGS 0, DHfK 8

 

Schiedsrichter: Briese/von der Beeck

 

Zuschauer: 1050

 

 

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