Start-Ziel-Sieg
Von: Peter WagnerAuch Potsdam chancenlos: HGS gewinnt 37:32 (19:11) - Darius Jonczyk "Vater" des Sieges
Saarlouis. "...er hat es uns vermasselt." Rüdiger Bones - der Coach des VFL Potsdam - sprach von HGS-Urgestein und Torwart Darius Jonczyk. Mit 19 Paraden allein 11 davon in Halbzeit 1 war er am Samstag der "Vater" der Revanche der HGS gegen die Havelstädter. 1300 Zuschauer in der "Festung" Stadtgartenhalle feierten den nie gefährdeten 37:32 (19:11)-Erfolg ihres Teams, das wie schon in der Vorwoche eine bärenstarke 1. Hälfte aufs Parkett legte und in der 2. Spielhälfte die Partie clever über die Zeit brachte.
Auch HG-Coach Andre Gulbicki freute diese Revanche, er hielt aber gleichzeitig die Fans "auf dem Boden": "Wir haben unser Ziel noch nicht erreicht und müssen weiter hart arbeiten." Doch 24 Punkte zum Auftakt der Rückrunde sind mehr, als man von der "wilden 13" aus dem Saarland erwartet hatte. Zumal sie an diesem Samstag nur eine "wilde 12" waren, weil Torwart Jan Peveling nach einer Trainingsverletzung pausieren musste und A-Jugend-Torwart-Talent Robin Näckel nur "Stand by" an der Seite wartete. Aber Darek Jonczyk "schaukelte das Kind" auch als Solist. Insgesamt setzte er nach seiner Top-Leistung in der Vorwoche diesmal noch einen drauf und zeigte tolle Paraden gleich in Serie, darunter auch 2 gehaltene Siebenmeter. Ein Sonderlob vom Coach gab es auch für Merten Krings, der sein bislang bestes Spiel im Trikot der HGS ablieferte.
Nach 7 Minuten hieß es 5:2 und Jonczyk hatte schon drei Bälle von Pechstein und Pohlack abgefischt. Die Angriffsmaschine der Saarländer kam langsam auch Touren und nach einer knappen Viertelstunde führten die Gäste 8:4 - dabei hatte Dirk Holzner noch Pech, traf nach seinem dritten Tor noch zweimal das Torgebälk. Doch der Vorsprung der Gastgeber wuchs in der Folge kontinuierlich an. Beim 15:9 (26.) zog Rüdiger Bones die Notbremse, bat seine Mannschaft zur Auszeit. Die Saarländer brachte das aber nicht aus dem Konzept. Pünktlich mit dem Pausenpfiff verwandelte Joko Julvecourt zum 19:11.
Potsdam musste etwas tun und Rüdiger Bones stellte seine Abwehr - wie schon in der Vorwoche in Eisenach - auf eine 4-2-Deckung um, wollte damit Dado Grgic und Daniel Fontaine aus dem Spiel nehmen. Das fruchtete zunächst, der Angriff der Gastgeber geriet zeitweilig etwas aus dem Tritt, ohne aber wirklich die Übersicht zu verlieren. Jetzt übernahm Linksaussen Andre Lohrbach Verantwortung - nicht nur von der Siebenmeterlinie, sondern auch als Spielgestalter und Torschütze aus allen Lagen. So kamen die Gäste aus der brandenburgischen Landeshauptstadt zwar nochmals auf fünf Tore ran (26:21, 46.) wirklich gefährlich wurden sie aber nicht. Andre Lohrbach, Merten Krings und Bartosz Janiszewski trafen und auch Grgic und Fontaine blieben trotz kurzer Deckung immer gefährlich. Mit dem Kempa (Grgic auf Lohrbach) krönte die Mannschaft sechs Minuten vor Schluss beim 33:25 (54.) eine wiederum tolle Leistung.
Mit 24:16 Punkten freuen sich die Saarländer zumindest bis zum Sonntag über Tabellenplatz fünf. Am kommenden Wochenende geht es nach Essen und dann kommt Liga-Krösus und Tabellenführer Minden nach Saarlouis, der am 20. Spieltag überraschend in Eisenach (32:27) verloren hat.
Tore HGS: Lohrbach 8/3, Fontaine 7, Grgic 6/1, Krings 4, Janiszewski 3, Fetser 3, Holzner 3, Julvecourt 2, Leist 1
Tore VFL: Bolduan 8/4, Pohlack 4, Mellack 4, Schmidt 4, Schugardt 3, Pechstein 3, Melzer 2, Urban 1, Piske 1, Drechsler 1, Sommer 1
Siebenmeter: HGS 4/4, VFL 6/4
Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, VFL 6
Schiedrichter: Fabian und Christian vom Dorff
Zuschauer: 1275


















