06. November 2010

Revanche missglückt

Von: Peter Wagner

HGS verliert auch das diesjährige Heimspiel gegen den Tabellenvierten Bietigheim 35:39 (19:17)

Saarlouis. Die Revanche ist nicht gelungen, aber die 1500 Zuschauer in der Saarlouiser Stadtgartenhalle sahen am Samstagabend ein spannendes Duell auf Augenhöhe zwischen den beiden besten Angriffsreihen in der Liga. Beim 35:39 (19:17)-Erfolg des aktuell Tabellendritten gegen die HGS dominierten in beiden Halbzeiten die Angriffsreihen. Und erst als den Gastgebern ein wenig die Kraft ausging, gewann der breiter besetzte Kader der Zürn-Schützlinge die Oberhand.

Eine Halbzeit lang beherrschten die Saarländer die Partie. Ein starker Daniel Fontaine, ein überzeugender Kapitän Danijel Grgic und eine konzentrierte Mannschaftsleistung in der Abwehr sowie überlegte Aktionen im Angriff ließen Bietigheim nicht zur Entfaltung kommen. 8:4 hieß es nach elf Minuten und die Festung jubelte.  Doch das sollte der größte Vorsprung der Gastgeber bleiben.  Die Auszeit von Jochen Zürn brachte wieder etwas mehr Ordnung und die Gäste kämpften sich heran (10:8, 15.). Von da an wurde es enger für die HGS und nach 21 Minuten schafften die Gäste erstmals seit der 3. Minute wieder den Ausgleich (12:12).  Saaarlouis berappelte sich, auch dank der Tore von Jakub Balaz, so dass die Saarländer mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Kabine gingen.

Nach dem Seitenwechsel dann der erste Bruch im Spiel der Gastgeber. Fast vier Minuten und drei Angriffe lang versäumten es  Grgic und Co. einzunetzen und nach 37 Spielminuten war die Partie beim 21:21 wieder vollkommen offen. Der Wechsel im Tor der Gastgeber von Jan Peveling zu Darius Jonczyk brachte nicht den erwünschten Effekt. Jonczyk bekam keine Hand an irgend einen Ball und zwischen der 39. und der 41. Spielminute trafen Jakub Balaz und  Robin Haller im schnellen Wechsel. Und in eben dieser 41. Spielminute begann der Anfang vom Ende für die HGS. Bietigheim ging zum ersten Mal in der Partie in Führung (25:26) und man merkte an der Körpersprache des Teams, jetzt geht was. Die Gäste hatten einfach mehr zuzusetzen und brachten jetzt einen ausgeruhten Pierre Freudl auf die Platte, der sich am Ende noch mit fünf Treffern in die Torschützenliste eintrug.

25:28 in Minute 43, 28:29 in der 45. – das Spiel stand auf Messers Schneide, aber die jetzt mit all ihrer Cleverness agierenden Bietigheimer behielten die Oberhand.  Die HGS  schaffte es nicht mehr, sich auf Schlagdistanz hernzuarbeiten, fehlende Kraft, ein bisschen Pech bei zwei Lattenwürfen – es sollte nich sein an diesem Abend. Nix wars mit der Revanche für die Heimniederlage in der vergangenen Saison.

Andererseits hat die Mannschaft aber gezeigt, dass sie auch dem Tabellnvierten Paroli bieten kann – und das ist wohl die Erkenntnis, die man an diesem Abend mit nach Hause nehmen kann. Am kommenden Wochenende geht es wieder gegen eines der Top-Teams der Liga – aber auch nach Düsseldorf fährt die HGS nicht chancenlos.

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