Negativ-Serie hält an
Von: Peter WagnerHGS verliert auch gegen Bad Schartau 30:31 (19:17) - Ausgleichstreffer nicht gegeben
Saarlouis. In etwa so muss es sich anfühlen, wenn sich Pest und Cholera gegen einen verschworen haben - am Samstagabend ließen die Spieler der HG Saarlouis am Ende die Köpfe hängen, denn die Negativ-Serie der Saarländer hielt auch gegen den VfL Bad Schwartau und sorgte für kollektive Enttäuschung.
Dabei hätte das Team zumindest einen Punkt verdient gehabt, denn mit einem Unentschieden hätten, so Schwartau-Trainer Torge Greve, beide gut leben können und es wäre nach dem Spielverlauf auch gerecht gewesen. Dagegen hatten allerdings Thomas Kern und Thorsten Kuschel etwas: Als Philipp Leist Sekunden vor dem Abpfiff den Ball von Rechtsaussen im Gehäuse der Gäste versenkt, verhindert der Pfiff der Unparteiischen den geteilten Jubel. Die Referees waren der Auffassung, dass Leist "übertreten" hatte und gaben den Treffer nicht. So blieb es beim 30:31 (19:17) und der zehnten Rückrunden-Niederlage der HGS.
Die Saarländer versuchten mit einer offensiven 3-2-1-Deckung das starke Rückraum-Gespann des VfL von Anfang an unter Druck zu setzen und kontrollierte mit einem endlich wieder stark aufspielenden Daniel Fontaine (10 Treffer) die erste Spielhälfte. Aber Bad Schwartau ließ sich zu keiner Zeit wirklich abhängen. Auch ein Vier-Tore-Vorsprung (14:10) nach 20 Minuten war kein echtes Erfolgssignal. Bad Schwartau, das in Toni Podpolinski (9 Treffer) seinen stärksten Akteur hatte, gelang nach 29 Minuten (17:17) wieder der Ausgleich. Mit zwei Treffern in 40 Sekunden setzte die HG aber nochmals ein deutliches Zeichen zur 19:17-Pausenführung.
Bis zur 36. Minute hielt der 2-Tore-Vorsprung, dann zogen die Gäste beim 22:22 wieder gleich und gingen kurze Zeit später sogar selbst mit zwei Treffern in Führung (23:25, 41.). Fünf Minuten später, beim 26:26 , war alles wieder ausgeglichen und auch eineinhalb Minuten vor Schluss war die Partie beim 30:30 nicht entschieden. Nachdem Podpolinski mit seinem 9. Treffer zm 30:31 einnetzte, blieben den Gastgebrn 40 Sekunden für den Ausgleich und das schien auch zu gelingen. Geschickt spielte die Mannschaft ihren Rechtsaussen Philipp Leist frei, der sprang, warf und traf. Doch Kern/Kuschel erkannten den Treffer nicht an und die Partie war vorbei.
Die Saarländer sind nun endgültig im Kampf um den Klassenerhalt angekommen, denn Potsdam gewann erneut und der Vorsprung auf den einzigen sportlichen Abstiegsplatz beträgt nun nur noch vier Punkte. Aber noch ist nichts verloren und HG-Coach Andre Gulbicki gab sich wenig später schon wieder kämpferisch: "Dann müssen wir eben in Bittenfeld gewinnen nächste Woche." Derweil versuchte auch Team-Kapitän Danijel Grgic, der die letzten Spiele nur unter extremen Schmerzen absolvieren konnte, sich und seine Jungs wieder aufzurichten. Es geht weiter und die Pech-Serie wird ganz sicher nicht bis zum Runden-Ende anhalten.
Tore HGS: Fontaine 10, Dude 4, Grgic 4, Fetser 4/1, Julvecourt 4, Lohrbach 3, Czertowicz 1
Tore VfL: Podpolinski 9, Hansen 5, Hinrichsen 4, Schult 4, Dombrowski 4, Wagner 2/2, Märtner 1, Zeschke 1, Todosijevic 1
Siebenmeter: HGS 2/1, VfL 2/2
Zeitstrafen in Minuten: HGS 14, VfL14
Disqualifikation: Dude (3x 2 Min)
Zuschauer: 1250
Schiedsrichter: Kern/Kuschel














