HG Saarlouis auf einem guten Weg
Von: Peter WagnerSaarländer beendeten Trainingslager in Polen mit 31:31-Unentschieden gegen polnischen Erstligisten Legnica - Anstrengend aber mit bester Stimmung
Saarlouis/ Dzierzoniow. Wir sind auf einem guten Weg und ich bin stolz auf meine Mannschaft! Ein sichtlich zufriedener und für die neue Runde durchaus optimistischer Andre Gulbicki hatte für sein Team am Sonntagabend nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Polen nur lobende Worte. Die Mannschaft habe in dieser Woche so gut und intensiv gearbeitet, wie das manche Spieler im Team noch nicht erlebt hätten.
Es war der Hammer, anstrengend, aber alle haben in den vielen schweißtreibenden Einheiten in Dzierzoniow super mitgezogen und die Stimmung war toll. Auch der neue Kapitän Danijel Grgic - der schon viele Vorbereitungsphasen absolviert hat – war von dieser Reise regelrecht begeistert. Das passt – menschlich und auch sportlich, meinte der Kopf der Bundesliga-Truppe mit Blick auf die fünf Neuzugänge im Team, deren Integration in die Mannschaft einen Riesen-Fortschritt gemacht hat.
Und es passt offenkundig auch schon auf der Platte. Zwei Sparringsrunden gegen durchaus respektable Gegner, belegen das. Der weißrussische Vorjahresmeister Minsk, der sich ebenfalls in Dzierzoniow auf die kommende Runde vorbereitete, wurde mit 34:26 deutlich bezwungen und am darauffolgenden Tag sah der deutsche Zweitligist auch in der Partie gegen den polnischen Erstligisten Legnica so lange die Kraft reichte, wie der sichere Sieger aus. In den letzten fünf von dreimal 20 Minuten mussten Grgic und Co. allerdings der Ausdauer-, Kraft- und Konditionsarbeit Tribut zollen. Die Spieler waren einfach platt und die Polen, die ebenfalls mitten in der Vorbereitung stecken, hatten am Ende ein kleines Quäntchen mehr Kondition und schafften es noch, die Partie zum 31:31 auszugleichen, obwohl die Saarländer zuvor mit sechs Toren (30:24) geführt hatten. Gulbicki: Meine Mannschaft war lange Zeit das bessere Team, aber am Ende sind wir dann verständlicherweise ein wenig eingebrochen. Vor dem Spiel hatten die Saarländer noch zwei intensive Krafteinheiten absolviert.
In dieser Woche nun will es Andre Gulbicki etwas langsamer angehen lassen. Regeneration ist einerseits angesagt, andererseits aber auch vor allem die Arbeit mit dem Ball. Wenn die Mannschaft auch in dieser Phase so konzentriert weiterarbeitet und vor allem unsere Angriffs- und Deckungsvarianten verinnerlicht, ist mir im Blick auf die bevorstehende schwere Spielzeit nicht bange, freut sich der Trainer und Kapitän Dado Grgic dazu: Das Ergebnis in diesem Spiel war nicht so wichtig, aber wir haben gezeigt, dass wir schon eine Mannschaft sind. Und das wird in den kommenden Wochen noch viel besser werden.
Am kommenden Samstag, 31. Juli (18.00 Uhr), wird das neu formierte Team sich dann erstmals dem heimischen Publikum in der Stadtgartenhalle bei einem Trainingsspiel präsentieren.


















