Gut gekämpft aber verloren
Von: Peter WagnerEssen schlägt Saarlouis 31:29 (14:12) - Über 2600 Fans "am Hallo"
Essen/Saarlouis. Es war das erwartete Spiel auf Augenhöhe und die Saarländer hielten vor über 2500 Zuschauern in der Essener Arena "am Hallo" bei der 29:31 (12-14)-Niederlage überzeugend mit. Erst in der Schlussphase brachten zwei Zeitstrafen gegen Julvecourt und Dude , die manchen Beobachtern nicht ganz erklärlich waren, das Team von Andre Gulbicki aus dem Konzept. Doch der Reihe nach.
Die HGS kam im Angriff schwer ins Spiel, überzeugte dabei aber in der Abwehr von Anfang an. So gingen die Gastgeber erst nach fast vier Minuten 1:0 in Führung und die Saarländer erzielten ihren ersten Treffer sogar erst nach fast acht Minuten (2:1, 8.). Die Essener hielten in der Folge ihren Vorsprung konstant, konnten ihn zwischenzeitlich auf 3 Tore ausbauen (9:6, 22.), konnte sich aber nicht deutlicher absetzen. Saarlouis blieb dran, auch wenn ein starker Jan Kuhlhanek im Essener Gehäuse eine ganze Reihe von Bällen fischte.
Saarlouis kam gut aus der Kabine und nach vier Minuten schaffte HGS-Kreisläufer Bartek Janiszewski, der einen Klasse-Tag erwischt hatte, erstmals den Ausgleich (15:15, 34.) Wenig später, zwischen der 36. und 39. Spielminute, netzten Daniel Fontaine, Dirk Holzner und "Joko" Julvecourt dreimal in Folge ein und brachten die Gäste zum ersten Mal in Führung (17:18). Bis zur 51. Spielminute behaupteten die Saarländer nun eine knappe Führung (23:24). Als dann Julvecourt auf die Strafbank geschickt wurde, nutzte Essen die Überzahl konsequent, glich durch Pavel Prokopec aus und Philipp Pöter brachte seine Mannschaft beim 25:24 (52.) wieder in Führung und gleich im nächsten Angriff erhöhte Ole Rahmel auf 26.24. Andre Gulbicki nahm seine letzte Auszeit, versuchte, seine Mannschaft wieder auf Linie zu bringen. Und das gelang zunächst. Merten Krings schaffte den 26:25-Anschlusstreffer. Und wieder gab es die Überzahl-Situation, als Ingars Dude für 2 Minuten vom Feld musste. Als Essens Kapitän Andre Kropp dann fast genau vier Minuten vor dem Ende mit seinem einzigen Treffer zum 29:25 einnetzte, war die Sache entschieden.
Tore HGS: Fontaine 6, Janiszewski 6, Krings 4, Lohrbach 4/4, Holzner 3, Julvecourt 3, Grgic 2, Fetser 1
Tore Essen: Rahmel 11/5, Pöter 6, Prokopec 5, Lindt 4, Seidel 3, Kropp 1, Pieczkowski 1
Siebenmeter: HGS 5/4, Tusem 6/5
Zeitstrafen in Minuten: HGS 8, Tusem 4
Schiedsrichter: Brodbeck/Reich
Zuschauer: 2623


















