Gesteigert und gewonnen
Von: Peter WagnerHGS schlägt Coburg 33:28 (25:15) - Jan Peveling und Andre Lohrbach stark
Saarlouis. "Wir haben es uns selbst schwer gemacht, indem wir in der ersten Hälfte zu viele Bälle verworfen haben. Das hat sich nach der Pause geändert. Wir haben im Angriff länger gespielt und in der Abwehr konzentrierter gestanden." Die Analyse von Andre Gulbicki nach dem 33:28 (15:15)-Erfolg seiner Mannschaft über den HSC Coburg war wie immer treffend und auch der Aussage von Zdenek Vanek, seinem Coburger Kollegen, Torwart Jan Peveling habe den Gästen in der Schlussphase "den Zahn gezogen", kann man nur zustimmen.
Gute Nachrichten für Saarlouis gab es schon vor dem Spiel: Staatssekretär Georg Jungmann übergab dem Saarlouiser Oberbürgermeister Roland Henz einen Scheck über 500.000 Euro, mit denen die Renovierung der Stadtgartenhalle vom Land bezuschusst wird.
Die 1300 Fans in der Saaarlouiser Stadtgartenhalle - die sich in einer Gedenkminuten mit den Erdbeben-Opfern in Japan solidarisierten - sahen am Samstagabend ein schnelles, spannendes und interessantes Spiel, in dem sich am Ende das Team durchsetzte, das sich in den zweiten 30 Minuten deutlich zu steigern wusste.
Das sah in Halbzeit eins noch deutlich anders aus. Die HG Saarlouis führte 3:1 (4.), als die Angreifer der Saarländer ihre "Baller-Phase" nahmen. Zu schnell und zu ungenau wurde der Abschluss gesucht und damit gab man den Coburgern die Gelegenheit, nicht nur schnell auszugleichen (4:4, 6.), sondern nach siebeneinhalb Minuten erstmals 4:5 in Führung zu gehen. Die HGS konnte zwar relativ schnell wieder ausgleichen, doch in dieser Phase der Partie bekamen die Saarlouiser Alexander Auerbach einfach nicht in den Griff. Immer wieder legten die Gäste vor, und als es nach 22 Minuten 10:13 hieß, nahm Andre Gulbicki die erste Auszeit. Und die zeigte Wirkung. Beim 14:14 (38.) war die Partie wieder ausgeglichen und das hielt auch bis zum Seitenwechsel: 15:15.
"Wir haben in der Pause ruhig unsere Probleme angesprochen und in Halbzeit 2 alles besser gemacht." gab Gulbicki Einblicke in die Kabine. Mit dem Siebenmeter-Treffer von Andre Lohrbach (mit 9 treffern erfolgreichster Torschütze) übernahmen die Gastgeber 30 Sekunden nach Wiederanpfiff das Kommando, gaben in der Folge die Führung zwar noch einmal ab (16:17, 34.), verloren aber nun nicht mehr den Überblick. Immer mit 2 oder 3 Treffern in Front kontrollierten Dado Grgic und Co. nun die Partei, ohne sich zunächst aber entscheidend absetzen zu können. Coburg gab nie auf und blieb bis zur 55. Spielminute auf Tuchführung (29:27). Aber mehr ließen die Abwehr und ein starker Jan Peveling jetzt nicht mehr zu. Am Ende wurde es dann doch noch deutlicher und die HGS feierte mit ihren Fans zwei wichtige Punkte im Kampf um die Qualifikation zur eingleisigen 2. Liga.
Tore HGS: Lohrbach 9/2, Fontaine 6, Grgic 6/3, Dude 5, Balaz 3, Janiszewski 2,
Wischniewski 2
Tore Coburg: Auerbach 8/1, Werner 5, Rode 3, Andresson 3, Kelm 3, Karapetjan 2, Göhl 2, Kirchner 1, Rivera 1
Siebenmeter: HGS 6/5, HSC 1/1
Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, HSC 14
Schiedsrichter: Knapp/Puchinger
Zuschauer: 1300














