Schwerst-Arbeit in Leutershausen
Von: Peter WagnerHGS gewinnt Partie gegen Drittliga-Meister 33:36 (17:12) - Erst im Schluss-Spurt auf Touren gekommen
Leutershausen/Saarlouis. Nicht mal 72 Stunden nach dem herausragenden Erfolg gegen Hüttenberg mussten die Jungs von HGS-Coach Andre Gulbicki schon wieder auf die Platte. Und mit dem hochmotivierten und ausgeruhten Meister der 3. Liga Süd wartete im ersten Relegationsspiel ein richtig hartes Stück Arbeit auf Grgic, Fontaine und Co. Fast 300 Fans aus dem Saarland sorgten von Anfang an in der mit 1100 Zuschauern proppenvollen Halle für lautstarke Unterstützung.
Die von Holger Löhr gut eingestellte SG Leutershausen entwickelte von Anfang an ihr schnelles bewegliches Angriffsspiel, das am Ende von beiden Trainern gelobt wurde. Den Saarländern fehlte nach dem Kraftakt vom Samstag ein wenig die geistige Frische und so konnte der Drittliga-Meister den ersten Teil dieser Partie durchaus kontrolliert gestalten. Trotzdem blieb die HGS vor allem Dank Daniel Fontaines Granaten immer in Schlagdistanz. 4:4 hieß es nach acht, 9:8 nach 19 Minuten und 12:11 in der 24. Allerdings bekam die HG-Abwehr weder den SGL-Spielmacher Benjamin Prestel, noch den stark aufspielenden Daniel Häussler in den Griff. Diese beiden waren es vor allem auch, die die Schwächen der Saarländer in den letzten sechs Minuten von Halbzeit 1 konsequent nutzten, die „Roten Teufel von der Bergstraße“ bis zum Pausenpfiff mit 17:12 in Führung warfen und ihre Fans begeisterten.
Andre Gulbicki fand in der Kabine offenkundig die richtigen Worte. Aus der Pause kam eine veränderte HG-Mannschaft. Jetzt waren sie hellwach und präsent. Vor allem die Einwechslung von Dirk Holzner auf der linken Außenbahn und ein jetzt so wie am Samstag aufspielender Christoph Wischniewski auf der anderen Seite sorgten für die Impulse. Im Minuten-Takt fielen die Treffer. Kapitän Danijel Grigic leitete die Aufholjagd mit klugen Anspielen und nach nur sechs Minuten des zweiten Spielabschnitts war die Partie beim 18:18 wieder ausgeglichen. Leutershausen stemmte sich dagegen, behauptete sieben weitere Minuten lang einen hauchdünnen Vorsprung.
Das änderte sich erst in Minute 43, als HGS-Spielmacher Dado Grgic sein Team zum allerersten Mal in der Partie in Führung (24:25) brachte. Vier Minuten später verwertete Bartek Janiszewski ein Anspiel seines Kapitäns, setzte sich am Kreis robust durch und es hieß 26:28. Zehn Minuten vor dem Ende wuchs der Vorsprung auf drei (27:30 durch Holzner) und in der 54. Minute beim 28:32 (wieder durch Holzner) gar auf vier Tore an.
Und das ließ sich der Zweitligist nicht mehr nehmen. Die fast 300 Fans aus dem Saarland zelebrierten die letzten beiden Minuten und skandierten „Auswärtssieg, Auswärtssieg“. Ein schweres Stück Arbeit war geschafft. Die „roten Teufel“ kämpften bis zur Schluss-Sekunde, steckten auch die rote Karte gegen Kreisläufer Hannes Volk nach einem überharten Einsatz gegen Daniel Fontaine weg. Am Ergebnis konnten sie aber nicht mehr wirklich etwas ändern. Mit dem 33:36 (17:12)-Auswärtserfolg hat die HG Saarlouis nun am Samstag (19.30 Uhr) in der Stadtgartenhalle die besten Voraussetzungen, die Qualifikation für die eingleisige 2. Liga perfekt zu machen.
Seit Dienstag sind die Sitzplatzkarten für dieses Spiel in der Festung bereits ausverkauft. Am Donnerstag können in der HG-Geschäftsstelle in Lisdorf nur noch Stehplatzkarten im Vorverkauf erworben werden (ab 15.00 Uhr).
Tore HGS: Holzner 7, Wischniewski 6, Fontaine 6, Grgic 5, Dude 4, Lohrbach 4/2, Janiszewski 2, Balaz 1, Leist 1.
Tore SGL: Prestel 9/2, Häussler 7, Wetzel 5, Gunst 3/1, Conrad 3, Volk 2, Müller 1, Spilger 1, Schubert 1, Körner 1
Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, SGL 10 (rote Karte Hannes Volk)
Schiedsrichter: Schaller/Wutzler
Zuschauer: 1100


















