02. November 2011

Eine erste Zwischenbilanz

Von: Peter Wagner

HG Saarlouis mit einem Super-Saisonstart in die eingleisige 2. Bundesliga

Saarlouis. Das erste Saison-Viertel in der neuen eingleisigen 2. Bundesliga ist geschafft. Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Die HG Saarlouis hat dabei einen Super-Saisonstart hingelegt, auch wenn es zuletzt gegen Leipzig die erste Heimniederlage gab. Aber mit  5 Siegen (3 davon auswärts), 3 Niederlagen (2 davon in fremden Hallen) und einem Unentschieden haben sich die Saarländer im oberen Mittelfeld platziert. Damit hatten vor Rundenbeginn nicht viele gerechnet.

Apropos Tabelle: Die ist derzeit noch etwas unübersichtlich. Einerseits durch den Abzug von 8 Punkten beim DHC Rheinland, die der Ligaverband erst offiziell nach Saisonende vornehmen will. Daher wird der Club aus Dormagen bei der HBL auf Rang 1 geführt, obwohl das Team tatsächlich mit 6:2 Punkten nur ganz knapp vor den Abstiegsrängen eingeordnet werden kann.

Weitere Unwägbarkeiten verhindern ein klareres Tabellenbild. Die Begegnung zwischen Eisenach und Neuhausen vom 2. Spieltag wird erst kurz vor dem Jahreswechsel stattfinden und auch das Top-Spiel zwischen Friesenheim und Minden wird erst am 7. Dezember ausgetragen. Und auch für die am letzten Wochenende ausgefallene Partie zwischen Post Schwerin und dem DHC Rheinland wird es möglicherweise einen Wiederholungstermin geben. Der Hallenboden in Schwerin war Schuld. Der Boden war aufgrund fehlerhafter Reinigung mit einem schmierigen Ölfilm überzogen, was Handball-Spielen unmöglich machte. Ob die Partie neu angesetzt wird, oder ob die Punkte gleich an den DHC gehen, muss nun die HBL entscheiden.

Zurück zur sportlichen Bilanz. Wenn man überhaupt eine Tendenz festschreiben will, dann wohl die, dass es keine wirklich vorhersehbaren Ergebnisse gibt. Zu ausgeglichen ist die Leistungsdichte der 20 Clubs. Zuletzt überraschte die SG Bietigheim, die die HGS in deren Halle vor 2 Wochen mit 36:34 geschlagen hatte, mit dem Überraschungssieg beim Liga-Favoriten Minden. (35:37).  Nordhorn, in Saarlouis noch beim Last-Second-Entscheid 30:29-Verlierer, schlug am Wochenende Korschenbroich deutlich (37:30).

Bemüht man die Statistiker, dann ergibt sich derzeit folgende "theoretische 2-Liga-Partie":  1285 Zuschauer sehen durchschnittlich dieses Spiel, das statistisch gesehen 28:26 für die Heimmannschaft endet. Die Schiedsrichter verteilen im Schnitt acht Zeitstrafen und verhängen auch acht Siebenmeter, von denen allerdings nur sechs verwertet werden.

Die Torjäger-Liste führt derweil auch ein Saarlouiser an: mit 65 blitzsauberen Feldtreffern rangiert hier aktuell Daniel Fontaine auf  dem Platz an der Sonne. Auf Rang 5 findet sich mit 55 Treffern HG-Spielmacher Dado Grgic. Topp ist die HGS auch in der Trefferquote. Insgesamt. 270 Tore bei 328 Würfen (82,32%) bedeuten im Vergleich aller 20 Teams Rang 2 für die Saarländer. Eine Top-Ten-Plazierung gibt es für die HGS auch beim Zuschauerschnitt von 1314 Besuchern in allen Partien (Platz 9). Bei den Heimspielen in der Stadtgartenhalle kamen bisher 1509 Besucher in Durchschnitt, was im Vergleich Rang 7 bedeutet.

Die Bilanz der HG Saarlouis in der neuen Liga kann sich also sehen lassen, bis zum "Saisonziel Klassenerhalt" ist es aber noch ein langer Weg. Noch sind drei Viertel aller Partien in dieser Auftaktsaison zu spielen - und für die HG gibt es am Samstag in Korschbroich den Anpfiff zum 2. Saisonviertel. Da gilt es dann wieder, den Statistikern zu beweisen, dass Ausnahmen die Regel bestätigen und das Team von Andre Gulbicki sich die verlorenen Punkte vom letzten Samstag mit einem weiteren Auswärtserfolg zurückholt. Vorhersagen wollen wir an dieser Stelle das aber nicht, denn in dieser Liga ist jedes Spiel ein schweres, unkalkulierbares Spiel.

 

p.s.: Dieser Beitrag wurde durch einen Artikel auf handball-world.com inspiriert.

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