24. März 2010

Eindrucksvoll zurückgemeldet

Von: Peter Wagner

HGS schlägt Frankfurt mit 31:23 (17:10) - Topp-Abwehrleistung - Überdurchnittliche Torwartleistung von Marco Henne - Bislang deutlichster Sieg der Saarländer in Liga 2

Saarlouis. Eindrucksvoll, mit einem starken Marco Henne im Gehäuse und einer stabilen Abwehrleistung, hat sich die HG Saarlouis nach fünf Niederlagen in Folge mit einem 31:23 (17:10) im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. 1300 begeisterte Zuschauer – darunter Joachim Deckarm und Christian Schwarzer - sahen am Mittwochabend in der vorgezogenen Partie des 26. Spieltages eine Heimmannschaft, die alles gab, kämpfte und den Tabellenachten dominierte.  Die HSG FrankfurtRheinMain, die auf Steffen Fäth und Tim Plattner verzichten musste, hatte zu keinem Zeitpunkt in Saarlouis eine wirkliche Chance.

Die Gastgeber begannen im Angriff nervös. Es dauerte 6 Minuten, bis der angeschlagene Regisseur der Saarländer Dado Grgic das erste Tor für die HGS schoss. Da hatte Hannes Lindt für Frankfurt schon zwei Mal getroffen – aber: Marco Henne hatte auch schon zwei Hundertprozenter abgewehrt. Das sollte sich in der Folge noch stärker bemerkbar machen. Mit zunehmender Spielzeit sogen die Saarländer aus der guten Deckungsarbeit und der an diesem Abend überdurchschnittlichen Leistung ihres Torhüters dann auch die nötige Sicherheit im Angriff.

Nach 11 Minuten erzielte Andre Kropp, der langsam wieder an seine Form aus der Zeit vor seiner Verletzung anknüpfen kann, beim 4:4 erstmals den Ausgleich. Henne blockte den Frankfurter Angriff und Daniel Fontaine brachte die Gastgeber mit 5:4 (12.) erstmals in Führung. Von da an war die Sicherheit da. 7:5 hieß es nach 13 Minuten, 10:7 nach knapp 20 Spielmintuen, als Frankfurts Coach Thorsten Schmid erstmals eine Auszeit einforderte und versuchte, sein Team neu zu sortieren.  Doch geholfen hat es nicht. Ein Doppelschlag von Daniel Fontaine und ein Nachleger von  Dado Grgic brachten einen für die erste Hälfte vorentscheidenden  6-Tore-Vorsprung.

Bis zum Pausenpfiff vom Ersatz-Schiri-Gespann Fischer/Hetzel (die ursprünglich angesetzen Knapp/Puchinger waren wegen Krankheit ausgefallen) hielten die Saarländer ihren Vorsprung und erneut Dado Grgic erhöhte per Siebenmeter sogar noch auf 17:10.

Der HGS-Angriff kam auch in der 2. Spielhälfte erst wieder mit etwas Verzögerung in Schwung – dafür aber standen Marco Henne und die Abwehr der Gastgeber jetzt bombensicher. Frankfurt konnte zwar nochmals auf 18:13 (35.) verkürzen, aber diesmal ließ sich die Truppe von Andre Gulbicki nicht mehr aus dem Konzept bringen. 21:17 nach 45 Minuten und 25:17 in der 50. Die Frankfurter verzweifelten an der Abwehr und an Marco Henne. Immer wenn sie herankamen, fischte der Goalie der Saarländer einen oder zwei freien Bälle (insgesamt 20 Topp-Paraden) und zerstörte damit den Angriffsmut der in der Rückrunde bislang stärksten Auswärtsmannschaft.  Die vermeintliche Schießbude der Liga (so hatte es im Vorbericht der HSG geheißen) war an diesem Mittwoch vernagelt und der beste Angriff der Liga gewinnt nach der Schwächephase gerade rechtzeitig seine Durchschlagskraft zurück und fährt mit dem 31:23 den bislang höchsten Sieg  in Liga 2 ein.

Die Fans waren es am Ende zufrieden und feierten ihr Team mal wieder in der Festung Stadtgartenhalle, die an diesem Abend ihren Namen wirklich verdient hatte.

Die Ausgangslage für die nächsten Spiele hat sich damit deutlich verbessert und vor allem hat die Mannschaft über den Kampf und die Abwehrarbeit ihr Selbstbewusstsein zurückgewonnen. Jetzt ist erst Mal eine kleine Pause angesagt, bevor es am 5. April zum TV Hüttenberg geht und am 10. April Leichlingen in die Stadtgarten-Festung muss.

Tore für die  HGS: Grgic 8/2, Kropp 7, Fontaine 7, Lohrbach 5/1, Hoffmann 2, Leist 1, Kessler 1

für Frankfurt: Lindt 6, Immel 5, Seeger 4/3, Hahn 3, Bonnkrich 2, Buschsieper 1, Bohnert 1, Schimmelbauer 1

Siebenmeter: HGS 5/3, HSG 3/3

Zeitstrafen in Minuten: HGS 4, HSG 10

Zuschauer: 1370

 

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