23. November 2014

"Blackout" in Dormagen

Peter Wagner

HGS verspielt nach einer Vier-Tore-Führung den durchaus möglichen Sieg

Saarlouis/Dormagen. Die nächste Chance, sich etwas von den „unteren Gefilden“ der Tabelle abzusetzen schenkte die HG Saarlouis am Samstagabend im TSV Sportcenter in Dormagen her: Die 26:31 (14:14)-Niederlage in einem der sogenannten „Vier-Punkte-Spiele“  hätte nicht sein müssen. Aber Saarlouis verlor in den letzten Minuten der Partie endgültig den Faden  und damit schlussendlich auch dieses Spiel.

 

Es war kein gutes Handballspiel, was die 1125 Zuschauer im TSV-Sportzentrum elebten, aber es war lange spannend und stand mehrfach auf der Kippe. Dormagen profitierte zum einen von der tolle Unterstützung seines Publikums und zum anderen von der Fehlerquote und auch einem Quäntchen Pech der HGS.

 

Saarlouis kam ganz ordentlich in die Partie, führte nach einem „Dreier-Pack“ seine besten Torschützen Dirk Holzner nach vier Spielminuten 2:4.  Anschließend fanden dann auch die Gastgeber ins Spiel, konnten in der 7. Minute ausgleichen (4:4) und sich infolge eines ersten kleinen „Blackouts“ der HGS-Offensive  nach sieben weiteren Minuten auf 8:5 absetzen. Goran Suton nahm seine erste Auszeit, wechselte den Torwart aus (Jonczyk für Schulz)und justierte seine Jungs neu. Und es wirkte. Die Abwehr um Philipp Kessler ging jetzt intensiver zur Sache, nutzte  Gegenstöße durch Holzner und Faulenbach zum 9:8-Anschluss nach 18 Minuten. Inzwischen hatte TSV-Coach Jörg Bohrmann seine Abwehr auf 5:1 umgestellt und nahm damit HGS-Spielmacher Merten Krings beinahe komplett aus dem Spiel. Saarlouis ließ sich trotzdem nicht weiter abhängen, blieb bis zum 11:10 (22.) und auch bis zum 14:14-Pausenstand dran.

 

Und die Saarländer kamen auch mit mehr Dampf aus der Kabine, setzten sich durch Holzner, Walz, Leist und Spiljak auf 15:18 (37.) ab.  Dieser Vorsprung hielt bis zur 45., ja konnte sogar noch auf 4 Tore (20:24) ausgebaut werden. In der Folge versäumten es die Gäste sträflich, den Sack zuzumachen, ließen zwei Gelegenheiten liegen und Dormagen witterte seine Chance.  Dabei kam ihnen auch zugute, dass die Unparteiischen nun einige Angriffsaktionen der Saarländer abpfiffen, Fouls übersahen oder zu Ungunsten der Gäste auslegte. Zudem bekamen die Spieler der HG „zitternde Hände“. Der TSV holte Tor um Tor auf. Vor allem Robin Doetsch überwand Darius Jonczyk, der bis dahin gut gehalten hatte, wie er wollte.  Genau zehn Minuten vor dem Ende war der schöne Vorsprung dahin – Doetsch verwandelte einen Siebenmeter zum 24:24-Ausgleich.

 

Bei Dormagen lief es jetzt und Saarlouis verlor endgültig den Faden. Im Angriff häuften sich zum Einen die Fehler, zum anderen hielt Max Jäger einige Bälle.  Vier Minuten weiter hatte sich der TSV beim 26:25 die Führung zurückgeholt. Als dann auch noch Philipp Kessler seine 2-Minuten-Zeitstrafe kassierte, hieß es schnell 27:25. Goran Suton holte seine letzte Auszeit, doch es gelang ihm nicht mehr, die Jungs ins Spiel und zum Konzept zurückzuholen. In der Folge luden die Saarländer den TSV gleich in Serie zu weiteren Treffern ein. Nichts aber auch garnichts  lief vorne mehr zusammen.

 

So wurde das Ergebnis dann deutlicher, als es hätte sein müssen. Einige wenige HG-Fans, die in Dormagen dabei waren, waren am Ende enttäuscht und traurig: „Das hätte so nicht sein müssen“, trauerten sie den hergeschenkten Punkten nach. Für die Mannschaft ist nun der Druck vor dem kommenden Freitag nochmals deutlich gestiegen, denn gegen Baunatal muss es nun einen Heim-Erfolg geben, will man nicht in noch gefährlicheres Tabellengebiet abrutschen.


Tore HGS: Holzner 10/4, Spiljak 5, Faulenbach 3, Leist 3, Riganas 2, Krings1, Walz 1, Janiszewski 1


Siebenmeter: HGS 4/4, TSV 3/5


Zeitstrafen in Minuten: HGS 10, TSV 8 (Disqualifikation Eisenkrätzer wg. 3x2Min)


Schiedsrichter: Kilp/Maier

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