Ausrufezeichen zum Abschluss!
Von: Peter WagnerHGS schlägt Dudelange im letzten Vorbereitungsspiel 38:21 (15:9)
Saarlouis. Das war der Schlusspunkt der Vorbereitung. Im einzigen Heimspiel von einer ganzen Serie von Trainingspartien setzte das Zweitliga-Team der HG Saarlouis am frühen Samstag-Abend in der runderneuerten Stadtgartenhalle ein Ausrufezeichen und schlug den luxemburgischen Erstligisten und EHF-Pokal-Teilnehmer HB Dudelange deutlich mit 38:21 (15:9). Dabei hatte das Team aus dem Nachbarland nie wirklich eine Chance. Die Mannschaft von Andre Gulbcki dominierte das Spiel über die gesamten 60 Spielminuten.
Mehr als 350 Zuschauer wollten trotz „Sportschau-Zeit“, Wall-Partie im Stadtgarten und strahlendem Sonnenschein den Auftritt vor allem der drei Neuen im Trikot der HGS sehen – unter den Besuchern auch Oberbürgermeister Roland Henz, der sich den Dank und die Anerkennung der Handballer für den zeit- und plangerechten Abschluss der Renovierungsarbeiten in der Festung Stadtgartenhalle gleich persönlich abholte.
Die „Stimme der Festung“ Michael Port präsentierte das Team und vor allem die drei Neuen mit einigen Fakten, Stefan Stark sorgte für die Audio-Untersützung und schließlich war endlich wieder Handball in der Stadtgartenhalle angesagt. Und die Jungs um Kapitän Danijel Grgic zeigten gleich richtigen Einsatz, wirbelten im Angriff so, dass die Luxemburger sich nur mit Fouls zu wehren wussten. 3 Siebenmeter in Folge verwandelte Dado Grgic sicher, bevor Jonathan Julvecourt und Ingars Dude mit ihren ersten Treffern aus dem gebundenen Spiel demonstrierten, dass mann auf einem guten Weg ist. Nach nur sieben Minuten war klar, dass Dudelange dem Zweitligisten nicht wirklich etwas entgegenzusetzen hatte – einzig Martin Hummel, der auf der Königsposition zehn der 21 Treffer für Dudelange erzielte, stemmte sich gegen den Zweitligisten. Aus einer stabilen Deckung mit einem starken Jan Peveling im Gehäuse (hielt eine ganze Reihe freier Würfe und 2 Siebenmeter) kam die HGS zu schnellen Gegenstoßtoren. Beim Pausenpfiff hieß es 15:9 und die Zuschauer hatten schon einige sehenswerte Aktionen ihrer Lieblinge feiern dürfen.
Nach dem Seitenwechsel legten die Saarländer noch einen Zahn zu, führten nach 37 Spielminuten beim 21:11 erstmals mit zehn Toren und ließen auch in der Folge nicht nach. Das 25:12 in der 42. ließ die Zuschauer besonders jubeln: „Joko“ Julvecourt setzte seinen Rechtsaussen Otto Fetser mit einem herrlichen Kempa-Anspiel in Szene. Man merkte der Mannschaft Spielfreude und Lust am Toreschießen an. Aber auch im Abwehrverbund stand man aggressiv und sicher, ließ den luxemburgischen Angreifern kaum Lücken – und das obwohl Bartek Janiszewski (Achilles-Sehnen-Probleme) wie schon am Freitagabend geschont wurde. Dass Lukasz Czertowicz nicht nur ein Abwehrrecke ist, sondern auch über einen richtigen „Hammer“ verfügt zeigte er in Minute 45., als er das 30. Tor der Saarländer markierte. Auch in der Endphase der Partie war kein Leistungsabfall feststellbar, vielmehr sahen die fachkundigen Zuschauer neue Varianten im Angriffsspiel und ein Team, das sich offenkundig bestens versteht und harmoniert.
Ab der neuen Woche geht die Mannschaft dann in den „normalen Rhythmus“ von Trainingseinheiten und Spiel über. Mit der DHB-Pokal-Partie in Vallendar am kommenden Sonntag beginnt die Pflichtrunde, auf die man im Saarland schon richtig heiß ist.
Tore HGS: Grgic 6/4, Dude 6, Fontaine 5, Holzner 5, Lohrbach 5/1, Julvecourt 4, Krings 3, Fetser 3, Czertowicz 1
Tore HBD: Hummel 10/2, Poeckes 5/1, Ley 4, Molitor 1, Ameddah 1
Zeitstrafen in Minuten: HGS 10, HBD 4
Siebenmeter: HGS 5/5, HBD 5/3


















