22. Dezember 2011

2 Punkte zur Bescherung in Saarlouis

Von: Peter Wagner

Dritter Sieg in Folge - Auch ohne Julvecourt 30:27 (14:8)-Weihnachtssieg gegen Erstliga-Absteiger ASV Hamm Westfalen

Saarlouis. In Saarlouis war schon am Mittwochabend Weihnachten und Bescherung: Das Team von Andre Gulbicki legte dabei die Punkte 19 und 20 auf den Gabentisch, schickte den Erstliga-Absteiger ASV Hamm Westfalen mit 30:27 (14:8) auf die Heimreise  und feierte im letzen Heimspiel eines Super-Jahres 2011 mit 1600 begeisterten Fans  einen überaus gelungenen Abschluss.

 

Der Erstliga-Absteiger, der zuletzt gegen Potsdam, Minden und Eisenach  dreimal in Folge gewinnen konnte, hat in der Festung Stadtgarten „verdient verloren“ (ASV-Coach Kay Rothenpieler) und die erste Halbzeit quasi „verschlafen“. Wie schon zuletzt stand die Saarlouiser Deckung bärenstark, ließ in den ersten 30 Minuten nur ganze 8 Treffer der von Chen Pomeranz angeführten Angriffsformation der Westfalen zu.

 

Und auch ohne den verletzten Zwei-Meter-Man „Joko“ Julvecourt traf der nach wie vor zweitbeste Angriff der Liga 14 mal. Vieles lief dabei über die linke Angriffsseite: Kapitän Dado Grgic, ein treffsicherer Daniel Fontaine, der pfeilschnelle Linksaussen Andre Lohrbach und Kreisläufer Ingars Dude setzten die Big-Points in Halbzeit 1.

Schon nach neun Minuten bat ein völlig unzfriedener Kay Rothnpieler seine Spieler mit dem grünen Karton zum ersten Rapport. Da führten die Gastgeber bereits mit 5:2. Doch der Zwischenruf des Trainer-Managers fruchtete nichts. Saarlouis baute seine Führung weiter aus und ließ in einer beweglichen, aggressiven Abwehr mit einem wieder starken Jan Peveling im Kasten nur ganz wenig zu. 8:2 in der 13. Minute, 9:4 nach einer guten Viertelstunde. Die Saarländer hatten den Erstliga-Absteiger im Griff, auch wenn man die eine oder andere Chance sogar noch liegen ließ.

 

Die Kabinenpredigt von Kay Rothenpieler musste deutlich ausgefallen sein, denn seine Mannschaft kam mit neuer Motivation aus der Kabine. Fünf Minuten nach dem Seitenwechsel hatten Chen Pomeranz und Co. auf 15:12 verkürzt. Der Saarlouiser Deckung merkte man nun an, das das letzte kraftraubende Spiel – der Auswärtssieg in Düsseldorf – mal gerade drei Tage zurücklag. Auf der anderen Seite steigerte der ASV seine Anstrengungen erheblich. Mit offensiver 5:1 und 4:2-Deckungsarbeit brachten sie das Angriffsspiel der Saarländer vorübergehend aus dem Tritt. Dennoch setzten sich die Saarländer in der Folge wieder auf 18:12 ab, bekamen wieder Aufwind. Doch diese 2. Liga wäre nicht das, was sie ist, wenn damit schon eine Vorentscheidung gefallen wäre. Hamm kämpfte und vor allem immer wieder der israelische Nationalspieler Pomeranz brachte die Gäste Tor umd Tor heran. Als  Andreas Simaon in der 44. Minute erstmals beim 20:20 den Gleichstand herstellte, war das für die HGS nochmals ein Weckruf. Daniel Fontain und Andre Lohrbach brachten die Saarländer wieder in Front. Jetzt war es ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Der ASV blieb dran, konnte beim 23:23 durch Polasek nochmals gleichziehen. Das wars dann aber auch. Eine Führung gelang den Westfalen im ganzen Spiel nicht ein einziges Mal. Saarlouis hatte sich gefangen, Peveling fischte in der Schlussphase wichtige Bälle und ausgerechnet der Ex-Hammer Merten Krings setzte Sekunden vor dem Ende mit dem 30:27 den Schlusspunkt.

 

Andre Gulbicki, der noch am Vortag bei der Video-Analyse die Stärken der Gäste betont hatte, freute sich über den tollen Kampf seiner Mannschaft und den wichtigen doppelten Punktgewinn.

 

Jetzt müssen die Jungs noch einmal ran, am 2. Weihnachtstag um 17.00 Uhr in Neuhausen. Und Kapitän Dado Grgic erinnerte mit einem Augenzwinkern seinen Pressesprecher daran, was er ihm vor dem Spiel gegen Erlangen gesagt hatte: „Wenn wir das gewinnen, dann gewinnen wir die restlichen vier Spiele in diesem Jahr allesamt.“ Bis hierhin hat Grgic Recht behalten und Neuhausen sollte sich schon mal warm anziehen.

Tore HGS: Fontaine 7, Grgic 7,  Lohrbach 7/2, Holzner2/1, Dude 2, Krings 2, Leist 2, Fetser 1

Tore ASV: Pomeranz 8, Simon 8/2, Polasek 7, Gudat 2, Hartmann 2

Zeitstrafen in Minuten: HGS 10, ASV 8

Siebenmeter: HGS 5/3, ASV 3/2

Disqualifikaten: Ingars Dude (3x2Min)

Schiedsrichter: Kern/Kuschel

 

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