06. März 2010

Wieder klasse gekämpft

Von: P.Wagenr

... aber leider auch wieder verloren - Mit Kühn fiel nach 20 Minuten der vierte Rückraumspieler aus - Jetzt muss am Freitag gegen Gross-Bieberau ein Sieg her

Erlangen/Saarlouis. Sie haben allesamt bis zur letzten Minute und bis zur Erschöpfung gekämpft und mussten trotzdem die Heimfahrt ohne etwas Zählbares antreten: die HGS hat die Partie in Erlangen  33:28 (15:13) verloren - und das eigentlich um vier Tore zu hoch. Das Team war über fast die ganze Spielzeit ebenbürtig - und das, obwohl man in der 20. Spielminute den vierten Rückraum-Spieler verlor, als Christian Kühn mit einer schlimm aussehenden Handprellung zum Röntgen musste. Glücklicherweise ist nichts gebrochen. So mussten Dado Grgic, ein in Halbzeit 2 unaufhaltbarer Daniel Fontaine, und ein schwacher Peter Nielsen durchspielen. Am Ende musste man dann den Tribut zahlen.

Weil aber Groß-Bieberau, Obernburg, Essen und Coburg ihre Partien ebenfalls verloren haben, ist in der Tabelle nicht wirklich was passiert - mit einer Ausnahme: Leichlingen hat mit einem haudünnen 34:33 gegen Neuhausen die rote Laterne abgegeben. Jetzt wird für die HGS die nächste Heimpartie gegen Groß-Bieberau besonders wichtig. Gegen den unmittelbaren Verfolger müssen am kommenden Freitag (20.00 Uhr) in der Stadtgartenhalle zwei Punkte her.

In Erlangen hat es zwar nicht zum Erfolg gereicht, aber die Mannschaft hat sich gut präsentiert. Besonders gut gefallen konnten Philipp Leist, Darek Jonczyk und Daniel Fontaine. Die Partie in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle war in der ersten Hälfte vollkommen ausgeglichen. Über 5:5 (10.), 7:7 (13.) bis hin zum 10:10 (18.) konnte sich keine Mannschaft in den Vordergrund schieben.  Und auch als Erlangen plötzlich aufdrehte, die Saarländer Fehler produzierten  und plötzlich mit 3 Toren hinten lagen, 14:11 (23.) war noch längst nichts entschieden. HGS-Coach Andre Gulbicki nahm eine Auszeit, sortierte seine verbliebenen Mannen (Kühn war zwischenzeitlich beim Arzt, Kropp, Balaz und Altmeier fehlten sowieso) und bis zum Pausenpfiff verkürzten die Saarländer auf 15:13 - blieben also dran.

Nach dem Seitenwechsel zog Erlangen nochmals an und konnte sich bis zur 34. Spielminute auf 18:14 wieder auf vier Tore absetzen. Doch die Saarländer kämpften sich wieder heran und nach 37 Minuten hieß es wieder 18:17. In dieser Phase war es immer wieder Daniel Fontaine (10 Treffer) der seine Mannschaft im Spiel hielt. In der 40. Minute war beim 24:24 dann wieder alles ausgeglichen. Und auch gut fünf Minuten vor dem Ende war beim 27:25 noch immer alles möglich. Doch gerade in dieser Phase  vergaben die Saarlouiser eine Reihe von Möglichkeiten, so dass Erlangen sich vorentscheidend absetzen konnte und auf 29:25 erhöhte. Andre Gulbicki zog die Notbremse mit einer Auszeit, doch es war nichts mehr möglich. Am Ende fiel der Sieg der Gastgeber ein bisschen zu deutlich aus, war insgesamt gesehen aber vollauf verdient.

Tore für die HGS: Fontaine 10, Leist 5, Grgic 5/2, Kessler 4, Lohrbach 4

für Erlangen: Nienhaus 8, Kirchner 7/1, Schmidtje 5, Wannenmacher 5, Schwandner 3, Stumpf 3, Müller 1, Münch 1

Zeitstrafen in Minuten: HGS 6, Erlangen 10

Siebenmeter: HGS  4/2, Erlangen 2/1

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